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Matthias Jung
2026-08-24 00:35:11 +02:00
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# Was darfst du hören?
Du darfst Funksendungen empfangen, die bestimmt sind für:
- dich als Betreiber der Funkanlage
- Funkamateure
- die Allgemeinheit
- einen unbestimmten Personenkreis
<note>
Die rechtliche Grundlage ist § 5 TDDDG.
</note>
---
[question:SWL001]
---
# Nicht für dich bestimmt
Nachrichten, die weder für Funkamateure noch für die Allgemeinheit oder einen unbestimmten Personenkreis bestimmt sind, darfst du nicht gezielt empfangen.
Auch das Verwerten oder Weitergeben solcher Nachrichten ist unzulässig.
---
[question:SWL002]
---
# Versehentlich mitgehört?
Hast du eine nicht für dich bestimmte Nachricht unbeabsichtigt empfangen, gilt:
- Inhalt geheim halten
- auch die Tatsache des Empfangs nicht weitergeben
Ausnahmen gelten insbesondere bei Notrufen und Katastrophenfällen.
---
[question:SWL003]
---
# Sicher auf der richtigen Seite
Konzentriere dich beim Empfang auf:
- Amateurfunkverkehr
- Rundfunkaussendungen
- andere ausdrücklich öffentliche Signale
Private oder nichtöffentliche Nachrichten werden weder aufgezeichnet noch weitererzählt.
+40
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@@ -0,0 +1,40 @@
## Betriebliche Abkürzungen
| l: Abkürzung | X: Bedeutung |
| CQ | allgemeiner Anruf |
| CW | Continuous Wave; Morsetelegrafie |
| DX | große Entfernung oder weit entfernte Station |
| RX | Empfänger |
| TX | Sender |
| TRX | Transceiver oder Sendeempfänger |
<note>
Die international verständlichen Abkürzungen sparen Zeit und helfen über Sprachgrenzen hinweg. Ein SWL arbeitet im RX-Betrieb.
</note>
---
### Ein allgemeiner Anruf
*CQ CQ CQ de DL1ABC*
* *CQ* richtet sich an alle empfangenden Stationen
* *de* bedeutet *von*
* danach folgt das Rufzeichen der rufenden Station
* für SWLs eine gute Gelegenheit, das erste Rufzeichen sicher aufzunehmen
---
[question:BB102]
---
[question:BB103]
---
[question:BB106]
---
[question:BB107]
+40
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@@ -0,0 +1,40 @@
# Du bist bereit zum Zuhören
Du kennst jetzt:
- Empfänger, Antennen und Ausbreitung
- elektrische und mechanische Sicherheit
- Rufzeichen, Bänder und Betriebsarten
- Betriebstechnik, Logbuch und QSL-Karten
- die rechtlichen Grenzen des Empfangs
- den Weg zum eigenen DE-Kennzeichen
--- style="font-size: smaller;"
# Deine nächsten Schritte
1. Nimm Kontakt zu deinem Ortsverband auf.
2. Richte Empfänger und Antenne sicher ein.
3. Höre auf verschiedenen Amateurfunkbändern zu.
4. Führe ein sorgfältiges Logbuch.
5. Übe mit dem Fragenkatalog und den Probeprüfungen.
6. Lege die DE-Prüfung ab und beantrage dein Kennzeichen.
---
# Und danach?
Mit QSL-Karten, dem DLD-SWL und vielleicht später dem Deutschen Empfangsmeister bleiben viele Ziele offen.
Und wenn du selbst senden möchtest, ist die Amateurfunkprüfung der Klasse N der nächste mögliche Schritt.
---
# vy 73 und 55!
Viel Erfolg und viel Freude beim Zuhören wünschen dir
**Matthias, DL9MJ**
**Florian, DL1FLO**
+38
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@@ -0,0 +1,38 @@
--- style="font-size: smaller;"
## Antennensicherheit
<left>
[photo:83:swl_antennensicherheit_hausdach:Antennenanlage für KW, VHF und UHF auf einem Hausdach]
</left>
<right>
* standsicher gegen Wind und Wetter
* großer Abstand zu Energieleitungen
* Wege und Nachbargrundstücke nicht gefährden
* Miet-, Bau- und Denkmalschutzrecht beachten
* Blitzschutz und Potentialausgleich fachkundig planen
</right>
<note>
Außenantennen nie allein und nie bei Gewitter auf- oder abbauen. Die Annäherung an eine Stromleitung kann lebensgefährlich sein.
</note>
---
### Haftung und Versicherung
* Für Schäden haftet der Eigentümer oder Betreiber der Antennenanlage
* Das gilt auch für reine Empfangsanlagen
* Die DARC-Mitgliedschaft enthält eine Haftpflichtversicherung für vorschriftsmäßig aufgebaute Antennenanlagen des Mitglieds
<fragment>
Eine kleine, sicher montierte Antenne ist besser als eine große improvisierte Konstruktion.
</fragment>
<note>
Der örtliche DARC-Ortsverband kann bei Planung und Aufbau helfen.
</note>
---
[question:VE707]
+46
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@@ -0,0 +1,46 @@
# Der Antrag
Das DE-Kennzeichen wird mit dem vorgesehenen Formular beantragt.
Benötigt werden unter anderem:
- Name und Mitgliedsnummer
- Ortsverband und DOK
- gegebenenfalls das gewünschte Suffix
- die Bestätigung über die bestandene Prüfung
---
# Urkunde und Gebühr
Nach der Bearbeitung erhältst du eine Urkunde mit deinem DE-Kennzeichen.
Für die Vergabe wird derzeit eine Gebühr von **5 Euro** erhoben.
<note>
Gebühren und Verfahren können sich ändern. Maßgeblich sind die jeweils aktuellen Informationen des DARC.
</note>
---
# Nach der Vergabe
Informiere den Ortsverbandsvorsitzenden und den QSL-Manager über dein neues DE-Kennzeichen.
Änderungen deiner Anschrift oder des Ortsverbands meldest du der DARC-Geschäftsstelle.
---
# QSL-Vermittlung
Mit deinem DE-Kennzeichen kannst du Empfangsberichte eindeutig kennzeichnen und über den DARC QSL-Karten austauschen.
Für eine zuverlässige Zustellung sind ein korrektes Kennzeichen, der DOK und eine gut lesbare Karte besonders wichtig.
<note>
Bei Karten aus dem Ausland kann die Antwort mehrere Monate dauern.
</note>
@@ -0,0 +1,36 @@
## CQ, DX, Contest und Pile-up
* *CQ*: allgemeiner Anruf
* *DX*: große Entfernung oder weit entfernte Station
* *Contest*: möglichst viele wertbare Verbindungen in begrenzter Zeit
* *Pile-up*: viele Stationen rufen gleichzeitig eine begehrte Station
<note>
Im Contest werden Rufzeichen oft sehr schnell genannt. Zunächst das sicher verstandene Fragment notieren und beim nächsten Durchgang vervollständigen.
</note>
---
### Split-Verkehr
* Die gesuchte Station sendet und empfängt auf unterschiedlichen Frequenzen
* Hinweise wie *up 5* geben den Abstand zur Antwortfrequenz an
* Die gesuchte Station bleibt dadurch frei vom Pile-up hörbar
[picture:672:swl_betriebsbeobachtung_split:Sendefrequenz einer gesuchten Station und die um 5 kHz höhere Antwortfrequenz]
---
[question:BE308]
---
### Split aus Sicht des SWLs
* Für den Hörbericht werden weiterhin beide Rufzeichen benötigt
* Mit zwei VFOs kann zwischen Sende- und Antwortfrequenz gewechselt werden
* Nur eindeutig verstandene Verbindungen werden dokumentiert
<fragment>
Manchmal nennt nur die DX-Station das vollständige Rufzeichen ihrer Gegenstation.
</fragment>
@@ -0,0 +1,83 @@
## Internationales Buchstabieralphabet
* Rufzeichen müssen auch bei schwachen Signalen eindeutig verstanden werden
* Jedem Buchstaben ist ein festes Wort zugeordnet
* Im Amateurfunk wird das internationale Buchstabieralphabet verwendet
<fragment>
*DL1FLO* wird zu *Delta Lima Eins Foxtrot Lima Oscar*.
</fragment>
--- style="font-size: 0.65em;"
### Das internationale Buchstabieralphabet
| c: Buchstabe | l: Wort | c: Buchstabe | l: Wort |
| A | Alfa | N | November |
| B | Bravo | O | Oscar |
| C | Charlie | P | Papa |
| D | Delta | Q | Quebec |
| E | Echo | R | Romeo |
| F | Foxtrot | S | Sierra |
| G | Golf | T | Tango |
| H | Hotel | U | Uniform |
| I | India | V | Victor |
| J | Juliett | W | Whiskey |
| K | Kilo | X | X-ray |
| L | Lima | Y | Yankee |
| M | Mike | Z | Zulu |
---
[question:VD206]
---
### Rufzeichenzusätze
* Der Schrägstrich wird als *stroke* gesprochen
* `/p` wird als *stroke portable* buchstabiert
Beispiel:
*DN9RO/p* $\rightarrow$ *Delta November Neun Romeo Oscar Stroke portable*
---
[question:BA101]
---
[question:BA102]
---
[question:BA103]
---
[question:BA104]
---
[question:BA105]
---
[question:BA106]
---
[question:BA107]
---
[question:BA108]
---
[question:BA109]
---
[question:BA110]
+42
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@@ -0,0 +1,42 @@
# Dein DE-Kennzeichen
Ein DE-Kennzeichen besteht aus:
*DE* + *Ziffer* + *drei Buchstaben*
Beispiel: **DE1SWL**
Damit kennzeichnest du dich als geprüfte Empfangsstation innerhalb von DARC und VFDB.
---
# Kennzeichenbereiche
| Bereich | Verwendung |
| DE0AAA bis DE0PZZ | Deutsche Empfangsmeister |
| DE0QAA bis DE0QZZ | Ausbildungsempfangsstationen |
| DE0RAA bis DE0ZZZ | Deutsche Empfangsmeister |
| DE1AAA bis DE9ZZZ | geprüfte SWLs |
---
# Vergabe des Kennzeichens
- Die DARC-Geschäftsstelle vergibt das Kennzeichen und stellt die Urkunde aus.
- Ein Wunschsuffix kann angegeben werden.
- Ein Anspruch auf ein bestimmtes Kennzeichen besteht nicht.
- Das Kennzeichen ist nicht übertragbar.
- Es darf erst nach Ausstellung der Urkunde verwendet werden.
---
# Voraussetzungen und Gültigkeit
Voraussetzung ist die Mitgliedschaft im DARC oder VFDB sowie beispielsweise:
- eine bestandene DE-Prüfung
- der Deutsche Empfangsmeister
- eine Amateurfunkzulassung
Mit dem Ende der Mitgliedschaft erlischt auch das DE-Kennzeichen.
+47
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@@ -0,0 +1,47 @@
# Die DE-Prüfung
Die DE-Prüfung weist grundlegende Kenntnisse für die Tätigkeit als SWL nach.
Der Fragenkatalog enthält Fragen aus drei Bereichen:
- Technik
- Betriebstechnik
- Vorschriften
---
# Ablauf der Prüfung
Der Prüfungsbogen enthält insgesamt **17 Fragen** aus den drei Bereichen.
Jede richtige Antwort zählt einen Punkt. Mit mindestens **9 Punkten** ist die Prüfung bestanden.
<note>
Der gesamte Fragenkatalog umfasst 70 mögliche Prüfungsfragen.
</note>
--- style="font-size: smaller;"
# Wer nimmt die Prüfung ab?
Die Prüfung kann im DARC unter anderem abgenommen werden durch:
- Ortsverbandsvorsitzende
- Distriktsvorsitzende
- AJW-Referenten der Distrikte
- den DL-AJW-Referenten
- Mitglieder des DARC-Vorstands
Die Prüfungsberechtigung kann nach den DARC-Regeln delegiert werden.
---
# Keine staatliche Prüfung
Die DE-Prüfung ist eine vereinsinterne Prüfung von DARC und VFDB.
Sie ersetzt weder die Prüfung der Bundesnetzagentur noch die Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst.
Aktuelle Unterlagen: [50ohm.de/swl](https://50ohm.de/swl/)
+35
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@@ -0,0 +1,35 @@
--- style="font-size: smaller;"
# Deutscher Empfangsmeister
<right>
Der **Deutsche Empfangsmeister (DEM)** ist eine Auszeichnung des DARC für langjährige und vielseitige Tätigkeit als Empfangsamateur.
</right>
<left>
[photo:349:swl_dem_urkunde:Urkunde Deutscher Empfangsmeister in Gold]
</left>
---
# DEM in Bronze
Zu den Voraussetzungen gehören unter anderem:
- Mitgliedschaft im DARC oder VFDB
- mindestens ein Jahr SWL-Tätigkeit
- ein DE-Kennzeichen
- Empfangsmöglichkeiten auf fünf Amateurfunkbändern
- das DLD-SWL 100
- die geforderten bestätigten Empfangsberichte
---
# Weitere Stufen
Für DEM in Silber und Gold steigen die Anforderungen an Dauer, Diplome und bestätigte Empfangsberichte.
Empfangsmeister erhalten ein Kennzeichen aus einem **DE0-Bereich**.
Die aktuellen Bedingungen findest du unter:
[50ohm.de/swl](https://50ohm.de/swl/)
+31
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@@ -0,0 +1,31 @@
# Das DLD für SWLs
<left>
[photo:350:swl_dld_urkunde:Deutschland-Diplom-SWL]
</left>
<right>
* Das Deutschland-Diplom gibt es auch für Empfangsamateure: **DLD-SWL**.
* Entscheidend sind bestätigte Empfangsberichte aus verschiedenen DOKs.
</right>
---
# Vom DOK zum Diplom
Der DOK bezeichnet die Distrikts-Ortsverbands-Kennziffer einer DARC-Station.
Für das **DLD-SWL 100** benötigst du Bestätigungen aus 100 verschiedenen DOKs. Weitere Stufen folgen in Schritten von 100 bis zum DLD 1000.
Varianten sind unter anderem für einzelne Bänder und Betriebsarten möglich.
---
# Sorgfältig sammeln
Ein vollständiges Logbuch hilft dir, bestätigte DOKs im Blick zu behalten und Doppelungen zu vermeiden.
Die jeweils aktuellen Diplomregeln findest du unter:
[50ohm.de/dld](https://50ohm.de/dld/)
@@ -0,0 +1,44 @@
## Elektrische Sicherheit
* Netzgeräte, Steckdosenleisten und Zuleitungen müssen unbeschädigt sein
* Leitungen und Netzgeräte müssen für den vorgesehenen Strom geeignet sein
* Reparaturen an netzspannungsführenden Geräten gehören in fachkundige Hände
* Vor Arbeiten das Gerät ausschalten und von der Stromversorgung trennen
---
### Feinsicherungen
<left>
* schützen bei Kurzschluss oder Überlastung
* unterbrechen im Fehlerfall den Stromfluss
* dürfen niemals überbrückt werden
</left>
<right>
[photo:88:swl_elektrische_sicherheit_feinsicherungen:Feinsicherungen]
</right>
<fragment>
Ersatz nur mit gleichem Nennstrom und gleicher Auslösecharakteristik.
</fragment>
<note>
Löst eine neue Sicherung erneut aus, muss die Ursache gesucht werden. Ein höherer Sicherungswert kann Leitungen und Bauteile überhitzen lassen.
</note>
---
[question:NK305]
---
### Akkus, Kabel und Gewitter
* Akkus nur mit einem geeigneten Ladegerät laden
* beschädigte oder aufgeblähte Akkus nicht weiter benutzen
* Kabel stolperfrei und ohne mechanische Belastung verlegen
* Außenantennen bei Gewitter nicht benutzen
<note>
Antennenleitungen nur rechtzeitig vor einem Gewitter und nur dann trennen, wenn dies gefahrlos möglich ist.
</note>
+63
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@@ -0,0 +1,63 @@
## Amateurfunkbänder
* Bänder werden meist nach ihrer ungefähren Wellenlänge bezeichnet
* Je höher die Frequenz, desto kürzer die Wellenlänge
* Beispiel: Der Bereich um $\qty{3,6}{\mega\hertz}$ heißt $\qty{80}{\meter}$-Band
<fragment>
$\lambda[\unit{\meter}] = \dfrac{300}{f[\unit{\mega\hertz}]} \qquad f[\unit{\mega\hertz}] = \dfrac{300}{\lambda[\unit{\meter}]}$
</fragment>
<note>
Die Formeln sind eine Merkhilfe. Für den Empfang ist vor allem die sichere Zuordnung zwischen Frequenzbereich und Bandname wichtig.
</note>
--- style="font-size: 0.75em;"
### Wichtige Amateurfunkbänder
| l: Frequenzbereich | l: Bandbezeichnung |
| $\qtyrange{1,810}{2,000}{\mega\hertz}$ | $\qty{160}{\meter}$ |
| $\qtyrange{3,5}{3,8}{\mega\hertz}$ | $\qty{80}{\meter}$ |
| $\qtyrange{7,0}{7,2}{\mega\hertz}$ | $\qty{40}{\meter}$ |
| $\qtyrange{14}{14,35}{\mega\hertz}$ | $\qty{20}{\meter}$ |
| $\qtyrange{21}{21,45}{\mega\hertz}$ | $\qty{15}{\meter}$ |
| $\qtyrange{28}{29,7}{\mega\hertz}$ | $\qty{10}{\meter}$ |
| $\qtyrange{144}{146}{\mega\hertz}$ | $\qty{2}{\meter}$ |
| $\qtyrange{430}{440}{\mega\hertz}$ | $\qty{70}{\centi\meter}$ |
<note>
Bandgrenzen können vom Land und den jeweiligen Nutzungsbestimmungen abhängen. Für die Fragen gelten die angegebenen deutschen Bereiche.
</note>
---
[question:SWL004]
---
[question:SWL005]
---
[question:SWL006]
---
[question:SWL007]
---
[question:SWL008]
---
[question:SWL009]
---
[question:SWL010]
---
[question:SWL011]
+40
View File
@@ -0,0 +1,40 @@
## Internationale Landeskenner
<left>
* Der vordere Teil eines Rufzeichens enthält den Landeskenner
* Er hilft, eine Station geografisch einzuordnen
* Die Zuordnung wird international durch die ITU geregelt
</left>
<right>
[picture:656:swl_landeskenner_europa:Ausgewählte Amateurfunk-Landeskenner in Europa]
</right>
--- style="font-size: 0.75em;"
### Landeskenner für die DE-Prüfung
| l: Landeskenner | l: Land | l: Merkhilfe |
| EA | Spanien | EspaniA |
| F | Frankreich | Anfangsbuchstabe |
| LX | Luxemburg | LuXemburg |
| OE | Österreich | OEsterreich |
| OK | Tschechien | |
| ON | Belgien | |
| PA | Niederlande | französisch: PAys-Bas |
| SP | Polen | Schönes Polen |
<note>
Im praktischen Betrieb neue Präfixe nachschlagen und zusammen mit dem Land im Logbuch notieren. So wächst das Wissen mit jeder gehörten Station.
</note>
---
[question:BD303]
---
[question:BD305]
---
[question:BD311]
+40
View File
@@ -0,0 +1,40 @@
## Das SWL-Logbuch
Das Logbuch kann auf Papier, in einer Tabellenkalkulation oder mit spezieller Software geführt werden.
Mindestens notieren:
* Datum und Uhrzeit in UTC
* Rufzeichen der gehörten Station und ihrer Gegenstation
* Frequenz oder Band
* Übertragungsverfahren
* Empfangsrapport
---
### Zusätzliche Beobachtungen
* verwendeter Empfänger und Antenne
* eigener Standort
* Störungen und Empfangsbedingungen
* besondere Ausbreitungsbedingungen
<fragment>
Die Daten während des QSOs notieren – nicht später aus dem Gedächtnis ergänzen.
</fragment>
---
### Koordinierte Weltzeit – UTC
* Winter: UTC = MEZ minus 1 Stunde
* Sommer: UTC = MESZ minus 2 Stunden
Beispiele:
* 15:30 MEZ $\rightarrow$ 14:30 UTC
* 13:30 MESZ $\rightarrow$ 11:30 UTC
<note>
Einheitliche UTC-Zeiten ermöglichen der angeschriebenen Station, den Hörbericht sicher in ihrem eigenen Logbuch wiederzufinden.
</note>
+49
View File
@@ -0,0 +1,49 @@
## Q-Gruppen
* bestehen aus drei Buchstaben und beginnen mit *Q*
* wurden für die schnelle Telegrafie entwickelt
* werden heute auch im Sprechfunk verwendet
* mit Fragezeichen meist eine Frage, ohne Fragezeichen eine Aussage oder Aufforderung
--- style="font-size: smaller;"
### Wichtige Q-Gruppen
| l: Gruppe | X: Bedeutung |
| QRM | Ich werde durch andere Stationen gestört |
| QRN | Ich werde durch atmosphärische Störungen beeinträchtigt |
| QRO? | Soll ich die Sendeleistung erhöhen? |
| QRT | Stellen Sie die Übermittlung ein |
| QRV | Ich bin bereit |
--- style="font-size: smaller;"
### Weitere wichtige Q-Gruppen
| l: Gruppe | X: Bedeutung |
| QRX? | Wann werden Sie mich wieder rufen? |
| QRZ? | Von wem werde ich gerufen? |
| QSB? | Schwankt die Stärke meiner Zeichen? |
| QSL? | Können Sie den Empfang bestätigen? |
| QSO? | Können Sie mit einer bestimmten Station verkehren? |
| QTH | Mein Standort ist ... |
<note>
Merkhilfe: QRM ist eine menschengemachte Störung, QRN eine natürliche Störung und bei QSB geht die Signalstärke bergauf und bergab.
</note>
---
[question:BB201]
---
[question:BB202]
---
[question:BB203]
---
[question:BB204]
+69
View File
@@ -0,0 +1,69 @@
## SWL-QSL-Karten
<left>
[photo:347:swl_qsl_vorderseite:Beispiel für die Vorderseite einer SWL-QSL-Karte]
</left>
<right>
[photo:348:swl_qsl_datenseite:Beispiel für die Datenseite einer SWL-QSL-Karte]
</right>
<note>
Mit einer SWL-QSL-Karte bittet ein Hörer die gehörte Amateurfunkstation um Bestätigung seines Empfangsberichts.
</note>
--- style="font-size: smaller;"
### Angaben auf der SWL-QSL-Karte
* gehörte und angeschriebene Station – *TO RADIO*
* deren Gegenstation – *QSO with* oder *Working/WKG*
* Datum und Uhrzeit in UTC
* Frequenz oder Band
* Übertragungsverfahren
* Empfangsrapport
* eigene SWL-Nummer oder eigenes DE-Kennzeichen
<note>
Die Angaben müssen mit dem Logbuch der angeschriebenen Station übereinstimmen. Beide Rufzeichen sind deshalb unverzichtbar.
</note>
---
[question:BG105]
---
### Uhrzeit immer in UTC
* Winter: UTC = MEZ minus 1 Stunde
* Sommer: UTC = MESZ minus 2 Stunden
* erleichtert das Auffinden des QSOs im ausländischen Logbuch
---
[question:BG106]
---
[question:BG107]
---
[question:BG108]
---
### Versand und QSL-Vermittlung
* Anschriften für Direktversand stehen in Callbooks oder im Internet
* DARC-Mitglieder können die weltweite QSL-Vermittlung nutzen
* Karten werden über den QSL-Manager des Ortsverbandes ausgetauscht
* Auslandskarten können mehrere Monate unterwegs sein
<note>
Empfohlenes Format einer QSL-Karte: ungefähr 9 cm mal 14 cm aus stabilem Karton. Eine gut lesbare Datenseite ist wichtiger als eine aufwendige Gestaltung.
</note>
---
[question:BG110]
+29
View File
@@ -0,0 +1,29 @@
## Das QSO
Ein QSO ist ein Funkgespräch zwischen zwei Stationen.
1. Eine Station ruft allgemein oder gezielt
2. Die Gegenstation antwortet
3. Beide tauschen Rufzeichen, Rapporte und weitere Informationen aus
4. Die Stationen verabschieden sich
<fragment>
Für einen SWL-Bericht müssen beide Rufzeichen eindeutig aufgenommen werden.
</fragment>
---
### Beispiel für ein QSO
<qso>
CQ CQ hier ist DL1FLO mit einem allgemeinen Anruf, hier ist DL1FLO und geht auf Empfang.
> DL1FLO hier ist DL9MJ
DL9MJ von DL1FLO, du bist 5 und 9, QSL?
> DL1FLO, DL9MJ, QSL, du bist bei mir 5 und 7, 5 und 7, QSL?
QSL, vielen Dank für das QSO, 73 bis zum nächsten Mal.
> DL1FLO, DL9MJ, 73.
</qso>
<note>
Aus Sicht des SWLs werden DL1FLO und DL9MJ notiert. Dazu kommen Zeit, Frequenz, Übertragungsverfahren und der Empfangsrapport für die später angeschriebene Station.
</note>
+64
View File
@@ -0,0 +1,64 @@
# Gesetzliche Grundlagen
Grundlage des Amateurfunks in Deutschland sind vor allem:
- das Amateurfunkgesetz (AFuG)
- die Amateurfunkverordnung (AFuV)
<note>
Das Gesetz legt den rechtlichen Rahmen fest. Die Verordnung regelt viele Einzelheiten, etwa Prüfungen, Zulassungen und Rufzeichen.
</note>
---
[question:VC101]
---
# Zuständige Behörde
Die **Bundesnetzagentur** ist in Deutschland für den Amateurfunk zuständig.
Sie führt unter anderem die staatlichen Amateurfunkprüfungen durch und erteilt Zulassungen zur Teilnahme am Amateurfunkdienst.
---
[question:VC104]
---
# Funkamateur oder SWL?
Als Funkamateur gilt rechtlich, wer ein Amateurfunkzeugnis oder eine anerkannte ausländische Prüfungsbescheinigung besitzt.
Eine bestandene DE-Prüfung macht dich zum geprüften SWL, ist aber **kein staatliches Amateurfunkzeugnis**.
---
[question:VC105]
---
# Teilnahme am Amateurfunkdienst
Amateurfunkverkehr wird nur mit anderen Amateurfunkstellen abgewickelt.
<fragment>
Als SWL empfängst und beobachtest du diesen Funkverkehr. Zum Senden benötigst du ein Amateurfunkzeugnis, eine Zulassung und ein zugeteiltes Rufzeichen.
</fragment>
---
[question:VC111]
---
# Das DE-Kennzeichen
Das DE-Kennzeichen bestätigt deine DARC- oder VFDB-interne SWL-Prüfung und kennzeichnet deine Empfangsberichte.
Es ist **kein Amateurfunkrufzeichen** und berechtigt nicht zum Senden.
+28
View File
@@ -0,0 +1,28 @@
## Relaisfunkstellen
<left>
[picture:648:swl_relais_aufbau:Schematische Darstellung einer Relaisfunkstelle mit zwei Nutzern]
</left>
<right>
* empfangen auf einer Eingabefrequenz
* senden das Signal auf einer anderen Ausgabefrequenz wieder aus
* vergrößern die Reichweite mobiler und portabler Stationen
* arbeiten häufig in FM auf 2 m und 70 cm
</right>
---
### Relais hören
* Ein SWL hört normalerweise die Ausgabefrequenz
* Dort sind alle Stationen der Funkrunde zu hören
* Das S-Meter zeigt hauptsächlich die Signalstärke des Relais am eigenen Standort
* Bei einer Relaisverbindung wird deshalb nur die Lesbarkeit *R* beurteilt
<note>
Eine nahe Relaisfunkstelle eignet sich wegen der meist starken Signale und regelmäßig wiederholten Rufzeichen gut für erste Hörübungen.
</note>
---
[question:BE408]
+76
View File
@@ -0,0 +1,76 @@
## Der RST-Rapport
Mit einem Rapport beschreibt die empfangende Station die Qualität eines Signals.
| c: Buchstabe | l: Bedeutung | c: Werte |
| R | Lesbarkeit – Readability | 1 bis 5 |
| S | Signalstärke – Signal Strength | 1 bis 9 |
| T | Tonqualität – Tone | 1 bis 9 |
<note>
Der T-Wert wird nur bei Telegrafie verwendet. Bei SSB-Telefonie besteht der Rapport daher nur aus R und S.
</note>
---
[question:BE201]
---
[question:BE202]
---
[question:BE203]
---
### Lesbarkeit und Signalstärke
<left>
* R1: nicht lesbar
* R5: einwandfrei lesbar
* Lesbarkeit wird subjektiv beurteilt
</left>
<right>
[photo:123:swl_rst_s_meter:S-Meter eines Transceivers]
* Signalstärke am S-Meter ablesen
</right>
---
[question:NF103]
---
### Rapporte in SSB-Telefonie
* einwandfrei lesbar und S7 $\rightarrow$ *57*
* einwandfrei lesbar und S9 $\rightarrow$ *59*
* einwandfrei lesbar und S9 + $\qty{20}{\decibel}$ $\rightarrow$ *59 plus 20 dB*
* der T-Wert entfällt
<note>
In den folgenden Fragen ist die Lesbarkeit jeweils einwandfrei. Der R-Wert ist also 5; anschließend muss nur das S-Meter richtig abgelesen werden.
</note>
---
[question:BE204]
---
[question:BE205]
---
[question:BE206]
---
[question:BE207]
---
[question:BE208]
+86
View File
@@ -0,0 +1,86 @@
## Amateurfunkrufzeichen
<left>
[picture:654:swl_rufzeichen_aufbau:Aufbau der Amateurfunkrufzeichen K4EAX, WZ6Y und DL1FLO]
</left>
<right>
Ein Rufzeichen besteht aus
* Präfix,
* Ziffer und
* Suffix.
Beispiel: *DL* – *1* – *FLO*
</right>
<note>
Ein Amateurfunkrufzeichen identifiziert eine Amateurfunkstelle weltweit eindeutig. Das Präfix lässt häufig das Land erkennen.
</note>
---
### Rufzeichenplan und Rufzeichenarten
* Der Rufzeichenplan der Bundesnetzagentur regelt die Bildung deutscher Rufzeichen
* personengebundene Rufzeichen
* Klubstationsrufzeichen
* Rufzeichen für fernbediente und automatisch arbeitende Amateurfunkstellen
<note>
Der Rufzeichenplan ist eine wichtige Hilfe, um den Verwendungszweck eines deutschen Rufzeichens zu erkennen.
</note>
---
[question:VD201]
---
[question:VD202]
--- style="font-size: smaller;"
### Häufige deutsche Rufzeichenbereiche
| l: Beginn | X: Verwendung |
| DL0 | Klubstation der Klasse A |
| DL1 bis DL9 | personengebundenes Rufzeichen der Klasse A |
| DO1 bis DO9 oder DA6 | personengebundenes Rufzeichen der Klasse E |
| DN9 | personengebundenes Rufzeichen der Klasse N |
<note>
Die vollständige Zuordnung steht im Rufzeichenplan. Für die SWL-Prüfung werden vor allem diese Beispiele benötigt.
</note>
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[question:BD103]
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[question:BD104]
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[question:BD106]
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[question:BD105]
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### DE-Kennzeichen
* Auch *DE* ist Deutschland zugeteilt
* Ein DE-Kennzeichen sieht einem Rufzeichen ähnlich
* Es kennzeichnet eine deutsche Empfangsstation
* Es wird nicht von der Bundesnetzagentur als Amateurfunkrufzeichen zugeteilt
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Ein DE-Kennzeichen berechtigt nicht zum Senden.
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<note>
Die DE-Kennzeichen und ihre Beantragung werden später ausführlich behandelt.
</note>