feature: swl slides chapter 3

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Matthias Jung
2026-08-24 00:00:33 +02:00
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## Ionosphäre und Kurzwelle
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[picture:732:swl_ionosphaere_brechung:Brechung von Kurzwellen an der Ionosphäre]
</left>
<right>
* liegt im oberen Bereich der Erdatmosphäre
* Sonnenstrahlung erzeugt dort elektrisch geladene Teilchen
* Kurzwellen werden gebrochen und zur Erde zurückgelenkt
* die zurückkehrende Funkwelle heißt *Raumwelle*
* große Empfangsentfernungen werden möglich
</right>
<note>
Physikalisch handelt es sich um eine Brechung beziehungsweise Refraktion. Für den Einstieg genügt die Vorstellung, dass die Funkwelle durch die Ionosphäre wieder zur Erde gelangt.
</note>
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[question:NH101]
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### Ausbreitung und Sonnenzyklus
<left>
[picture:729:swl_ionosphaere_sonnenzyklus:Die Zahl der Sonnenflecken schwankt über den elfjährigen Sonnenzyklus]
</left>
<right>
* Bedingungen ändern sich mit Tageszeit, Jahreszeit und Frequenz
* wesentlicher langfristiger Einfluss: der ungefähr elfjährige Sonnenzyklus
* hohe Sonnenaktivität bedeutet mehr Sonnenflecken
* höhere Kurzwellenfrequenzen werden häufiger über große Entfernungen nutzbar
</right>
<note>
Der Sonnenzyklus ist nur einer von mehreren Einflüssen. Gute oder schlechte Bedingungen lassen sich damit nicht für einen einzelnen Zeitpunkt garantieren.
</note>
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[question:NH201]
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### Wann und wo hören?
<left>
[picture:741:swl_ionosphaere_tote_zone:Brechung an der Ionosphäre sowie die tote Zone zwischen Boden- und Raumwelle]
</left>
<right>
* niedrige Kurzwellenbänder sind oft abends und nachts interessant (z.B. $\qty{80}{\meter}$)
* höhere Kurzwellenbänder öffnen eher am Tag (z.B. $\qty{20}{\meter}$)
* zwischen Boden- und Raumwelle kann eine *tote Zone* liegen
* dadurch ist manchmal nur eine Station eines QSO hörbar
</right>
<note>
Die Angaben zu Tageszeit und Band sind Faustregeln. Gerade die wechselnden Bedingungen machen die Beobachtung für SWLs interessant.
</note>
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## Sporadic-E
<left>
[picture:733:swl_sporadic_e_ausbreitung:Brechung von Funkwellen an einem stark ionisierten Bereich der E-Region]
</left>
<right>
* oberhalb von $\qty{30}{\mega\hertz}$ breiten sich Funkwellen normalerweise eher geradlinig aus
* vorübergehend entstehen kleine, stark ionisierte Bereiche in der E-Region
* Funkwellen werden dort gebrochen
* auf dem $\qty{2}{\meter}$-Band werden plötzlich große Reichweiten möglich
</right>
<note>
Über Sporadic-E können auf dem 2-m-Band Stationen aus etwa 1000 bis 2000 km Entfernung hörbar werden.
</note>
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[question:NH306]
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### Sporadic-E erkennen
* tritt besonders häufig in den Sommermonaten auf
* Öffnungen beginnen und enden manchmal sehr plötzlich
* weit entfernte Stationen werden unerwartet stark hörbar
* Ort und Zeitpunkt lassen sich nicht zuverlässig vorhersagen
<fragment>
Bei einer Öffnung Frequenz, Uhrzeit und gehörte Rufzeichen im Logbuch festhalten.
</fragment>
<note>
Eine Sporadic-E-Öffnung eignet sich besonders gut als praktische SWL-Beobachtung, weil sich die Ausbreitungsbedingungen innerhalb kurzer Zeit deutlich verändern können.
</note>