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2026-06-04 17:14:12 +02:00

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## Erklärung
Ein hochohmiger Widerstand entlädt die Netzteilkondensatoren kontrolliert, begrenzt den Stromstoß und reduziert damit die Gefahr von Lichtbogen, Bauteilschäden und Verletzungen.
### Warum ein hochohmiger Widerstand?
Bei der Entladung eines Netzteilkondensators fließt der Strom durch den Entladewiderstand.
$R$ ist so gewählt:
* dass der Anfangsstrom begrenzt bleibt:
$I_0 = \frac{U_0}{R}$
* der Stromstoß nicht zu einer Lichtbogenbildung führt,
* sich keine zerstörerischen Spannungs- und Stromspitzen an Bauteilen bilden,
* die Entladung trotzdem innerhalb einer praktikablen Zeit (z. B. wenige Sekunden bis Minuten) abgeschlossen ist.
Ein niederohmiger Widerstand oder direkter Kurzschluss würde:
* einen sehr hohen Anfangsstrom erzeugen,
* innere Widerstände des Kondensators überlasten,
* zu plötzlichen Spannungsabfällen und Stromspitzen in der Schaltung führen,
* im Extremfall Kondensator, Bauelemente oder Leiterbahnen beschädigen,
* Funkenbildung und damit Brandgefahr erhöhen.
### Warum muss die Leistung des Widerstands ausreichend sein?
Die im Kondensator gespeicherte Energie beträgt:
$E = \frac{1}{2} \cdot C \cdot {U_0}^2$
Diese wird beim Entladen in Wärme umgesetzt.
Kurzzeitig wird der Widerstand einer Leistung von
$P_0 = \frac{{U_0}^2}{R}$
ausgesetzt.
Bei $R = \qty{100}{\kilo\Ohm}$ und $U_0 = \qty{400}{\volt}$ ergibt sich somit eine Leistung von $P_0 = \qty{1,6}{\watt}$.
Deshalb muss der Widerstand:
* eine genügend hohe Nennleistung haben,
* für die kurzfristige Überlastungsfähigkeit (Pulsbelastung) ausgelegt sein,
* entsprechend groß dimensioniert sein, um Überhitzung zu vermeiden.