1.3 KiB
Wir haben bereits gelernt, dass man unter elektrischem Strom die Bewegung von Ladungen versteht. In den Klassen N und E haben wir dazu auch die Stromrichtung kennengelernt. Dabei handelt es sich genau genommen um eine Definition: Der Strom fließt von Plus nach Minus. Diese Definition bezeichnet man als technische Stromrichtung. Betrachtet man jedoch die Physik etwas genauer, zeigt sich, dass sich die eigentlichen Ladungsträger – nämlich die Elektronen – in die entgegengesetzte Richtung bewegen.
[picture:1002:a_physikalische_stromrechnung:Technische und physikalische Stromrichtung]Stromkreise baut man fast immer mit metallischen Leitern auf, zum Beispiel mit Drähten aus Kupfer. Die negativ geladenen Elektronen (e^{-}), die sich darin bewegen, werden vom Minuspol der Spannungsquelle abgestoßen und vom Pluspol angezogen. Diese Bewegungsrichtung der Ladungsträger nennt man physikalische Stromrichtung. Sie verläuft in Metallen von Minus nach Plus.
[question:AB601]