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2026-01-31 18:48:16 +01:00

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In der Klasse E haben wir bereits *Fading* (*QSB*) kennen gelernt. Das wird hier nochmal in der Klasse A etwas vertieft. Wenn ein Funksignal auf mehr als einem Weg vom Sender zum Empfänger gelangt, dann spricht man von *Mehrwegeausbreitung*. Eine wichtige Ursache ist die Reflexion des Signals an Flächen (z.B. Gebäude, Topografie, Flugzeuge) [ref:a_mehrwegeausbreitung_reflexion]. Auf Kurzwelle kommt hinzu, dass das Signal in der Ionosphäre häufig an mehreren Stellen gebrochen wird [ref:a_mehrwegeausbreitung_ionosphäre]. Fast jede Funkverbindung ist von Mehrwegeausbreitung betroffen.
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Der Empfänger erhält also gleichzeitig *mehrere* Signale, die aufgrund unterschiedlicher Wegstrecken mit abweichenden Laufzeiten und damit verschiedenen Phasen eintreffen. Diese Signale werden im Empfänger addiert und nennt sich in der Fachsprache *Interferenz*. Abhängig vom Phasenunterschied kann das resultierende Summensignal entweder verstärkt oder abgeschwächt werden – im Extremfall sogar bis zur vollständigen Auslöschung.
<indepth>
Interferenz (von lateinisch inter = „zwischen“ und ferire, über altfranzösisch s’entreferir = „sich gegenseitig schlagen“) bezeichnet allgemein die Veränderung der Amplitude, die bei der Überlagerung von zwei oder mehr Wellen, d. h. addition, entsteht.
</indepth>
[question:AH222]
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[include:applet_interferenz]
</webmargin>
Wenn sich eines der beteiligten Medien bewegt (z.B. Funkbetrieb aus einem fahrenden Auto, ein Flugzeug als Reflektor für Funksignale oder grundsätzlich die brechenden Bereiche in der Ionosphäre, vor allem während der Dämmerung), dann verändert sich damit auch fortlaufend das Summensignal im Empfänger. Dies führt zu ständig zu QSB sowie je nach Modulationsart zu mehr oder weniger starken Verzerrungen und damit schlechterer Verständlichkeit.