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Matthias Jung
2026-08-31 21:25:01 +02:00
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@@ -1,4 +1,4 @@
Ein *Beat-Frequency-Oszillator*, auch *BFO* genannt, ist ein Überlagerungsoszillator, der dazu dient das ZF-Signal eines Empfängers mittels eines Mischers durch Überlagerung mit einem Hilfsträger (BFO) zu demodulieren. Diese Technik wird vor allem beim Empfang von Signalen ohne Hilfsträger (SSB und CW) verwendet. Der BFO muss hierbei auf bestmögliche Verständlichkeit des Empfangssignals eingestellt werden.
Ein *Beat Frequency Oscillator*, kurz *BFO*, erzeugt einen Hilfsträger, um damit das ZF-Signal eines Empfängers mittels eines Mischers zu demodulieren. Darum wird er auch Hilfsträgeroszillator genannt. Diese Technik wird vor allem beim Empfang von Signalen ohne Hilfsträger (SSB und CW) verwendet. Der BFO muss hierbei auf bestmögliche Verständlichkeit des Empfangssignals eingestellt werden.
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[picture:838:e_bfo:BFO im Überlagerungsempfänger]
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@@ -1,10 +1,10 @@
In der Klasse E haben wir bereits den BFO kennen gelernt. Im Demodulator wird beim Empfang von Signalen mit unterdrücktem Träger oder CW-Signalen das Empfangssignal mit dem BFO, auch Hilfsträgeroszillator genannt, gemischt. Der BFO muss sich bei SSB-Empfang genau auf der Frequenz des unterdrückten Trägers befinden. Beim Empfang von CW-Signalen muss der BFO in einem gewissen Abstand zum CW-Signal liegen. Dieser Abstand bestimmt darüber mit welcher Tonfrequenz das CW-Signal im Empfänger hörbar wird. Für CW Signale werden üblicherweise $\qtyrange{600}{900}{\hertz}$ als angenehme Hörfrequenz empfunden. Daher sollte die Differenz zwischen der BFO-Frequenz und der letzten ZF für den angenehmen Empfang von CW-Signalen ungefähr $\qty{800}{\hertz}$ betragen.
In der Klasse E haben wir bereits den BFO (engl. Beat Frequency Oscillator) kennen gelernt. Im Demodulator wird beim Empfang von Signalen mit unterdrücktem Träger oder CW-Signalen das Empfangssignal mit dem BFO, auch Hilfsträgeroszillator genannt, gemischt. Der BFO muss sich bei SSB-Empfang genau auf der Frequenz des unterdrückten Trägers befinden. Beim Empfang von CW-Signalen muss der BFO in einem gewissen Abstand zum CW-Signal liegen. Dieser Abstand bestimmt darüber mit welcher Tonfrequenz das CW-Signal im Empfänger hörbar wird. Für CW Signale werden üblicherweise $\qtyrange{600}{900}{\hertz}$ als angenehme Hörfrequenz empfunden. Daher sollte die Differenz zwischen der BFO-Frequenz und der letzten ZF für den angenehmen Empfang von CW-Signalen ungefähr $\qty{800}{\hertz}$ betragen.
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[picture:838:e_bfo:BFO im Überlagerungsempfänger]
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Ein BFO-Oszillator sollte eine möglichst hohe Frequenzstabilität aufweisen, damit empfangene Signale stabil und unverfälscht widergegeben werden können und der Empfänger nicht permanent in der Frequenz nachgeregelt werden muss. Am besten geeignet sind daher quarzgesteuerte Oszillatoren.
Ein BFO sollte eine möglichst hohe Frequenzstabilität aufweisen, damit empfangene Signale stabil und unverfälscht widergegeben werden können und der Empfänger nicht permanent in der Frequenz nachgeregelt werden muss. Am besten geeignet sind daher quarzgesteuerte Oszillatoren.
[question:AF211]
[question:AF216]
+6 -6
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@@ -1,22 +1,22 @@
Einer der ersten und einfachsten Empfänger für den Rundfunkempfang (AM) war der Detektor-Empfänger (vgl. Abbildung [ref:am_detektor]).
Einer der ersten und einfachsten Empfänger für den Rundfunkempfang (AM) war der Detektorempfänger (vgl. Abbildung [ref:am_detektor]).
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[photo:193:am_detektor:Detektor-Empfänger]
[photo:193:am_detektor:Detektorempfänger]
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Beim Detektor-Empfänger wird ein Parallel-Schwingkreis, bestehend aus Spule und abstimmbarem Kondensator, durch ein empfangenes Rundfunksignal [ref:am_detektor_antenne], welches über die Antenne zugeführt wird, zum Schwingen angeregt. Voraussetzung hierfür ist, dass der Schwingkreis auf die Frequenz eines Rundfunksenders abgestimmt wird. Mittels einer Gleichrichter-Diode (Detektor) wird die im Empfangssignal enthaltene AM-Modulation gleichgerichtet (vgl. Abbildung [ref:am_detektor_diode]). Anschließend kann das demodulierte Signal mittels eines hochohmigen Kopfhörers direkt hörbar gemacht werden (vgl. Abbildung [ref:am_detektor_kopfhoerer]). Dies ist möglich, da der Kopfhörer träge ist und den einzelnen Stromstößen nicht folgen kann. Er wirkt quasi wie ein Tiefpass und stellt so die Hüllkurve wieder her, was der gewünschten Niederfrequenz entspricht.
Beim Detektorempfänger wird ein Parallelschwingkreis, bestehend aus Spule und abstimmbarem Kondensator, durch ein empfangenes Rundfunksignal [ref:am_detektor_antenne], welches über die Antenne zugeführt wird, zum Schwingen angeregt. Voraussetzung hierfür ist, dass der Schwingkreis auf die Frequenz eines Rundfunksenders abgestimmt wird. Mittels einer Gleichrichter-Diode (Detektor) wird die im Empfangssignal enthaltene AM-Modulation gleichgerichtet (vgl. Abbildung [ref:am_detektor_diode]). Anschließend kann das demodulierte Signal mittels eines hochohmigen Kopfhörers direkt hörbar gemacht werden (vgl. Abbildung [ref:am_detektor_kopfhoerer]). Dies ist möglich, da der Kopfhörer träge ist und den einzelnen Stromstößen nicht folgen kann. Er wirkt quasi wie ein Tiefpass und stellt so die Hüllkurve wieder her, was der gewünschten Niederfrequenz entspricht.
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[picture:799:am_detektor:Schaltbild eines einfachen Detektor-Empfängers]
[picture:799:am_detektor:Schaltbild eines einfachen Detektorempfängers]
[picture:800:am_detektor_antenne:Signal an der Antenne]
[picture:801:am_detektor_diode:Gleichgerichtetes Signal an der Diode]
[picture:802:am_detektor_kopfhoerer:Hörbares NF Signal]
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Ein Detektor-Empfänger verfügt nicht über eine Batterie, sondern bezieht seine Energie direkt aus dem empfangenen Signal. Daher sind Detektor-Empfänger normalerweise für den Empfang von starken Rundfunksendern im Lokalbereich verwendbar und nur eingeschränkt für den Fernempfang von Sendern im Fernbereich.
Ein Detektorempfänger verfügt nicht über eine Batterie, sondern bezieht seine Energie direkt aus dem empfangenen Signal. Daher sind Detektorempfänger normalerweise für den Empfang von starken Rundfunksendern im Lokalbereich verwendbar und nur eingeschränkt für den Fernempfang von Sendern im Fernbereich.
Der Kopfhörer muss beim Detektor-Empfänger hochohmig sein, damit dieser den Schwingkreis nicht zu sehr bedämpft und die Selektivität und Empfangsleistung des Empfängers nicht zu sehr beeinträchtigt.
Der Kopfhörer muss beim Detektorempfänger hochohmig sein, damit dieser den Schwingkreis nicht zu sehr bedämpft und die Selektivität und Empfangsleistung des Empfängers nicht zu sehr beeinträchtigt.
[question:EF101]
+5 -5
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@@ -13,7 +13,7 @@ Breitbandige HF-Verstärker erkennt man häufig an breitbandigen Koppeltransform
[question:AF412]
Selektive HF-Verstärker erkennt man hingegen typischerweise an deren frequenzselektiver Auslegung, die durch Serien- oder Parallel-Schwingkreise im HF-Signalpfad gekennzeichnet sind.
Selektive HF-Verstärker erkennt man hingegen typischerweise an deren frequenzselektiver Auslegung, die durch Serien- oder Parallelschwingkreise im HF-Signalpfad gekennzeichnet sind.
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[picture:778:a_selektiver_verstaerker:Selektiver HF-Leistungsverstärker mit frequenzselektiver Auslegung]
@@ -35,7 +35,7 @@ Bei frequenzselektiver Anpassung gibt es zwei grundlegende Möglichkeiten diese
- durch einen induktiven Spannungsteiler (Spule mit Anzapfung und Parallelkondensator)
- durch einen kapazitiven Spannungsteiler (zwei Kondensatoren in Reihenschaltung mit Spule in Parallelschaltung)
Diese Spulen und Kondenstatoren können in unterschiedlichen Konfigurationen angeordnet sein (Parallel- oder Serien-kreis) um die gewünschte Impedanztransformation zu erreichen und gegebenenfalls gleichzeitig Oberwellen zu unterdrücken (Pi-Filter).
Diese Spulen und Kondenstatoren können in unterschiedlichen Konfigurationen angeordnet sein (Parallel- oder Serienkreis) um die gewünschte Impedanztransformation zu erreichen und gegebenenfalls gleichzeitig Oberwellen zu unterdrücken (Pi-Filter).
[question:AF409]
[question:AF410]
@@ -45,7 +45,7 @@ Diese Spulen und Kondenstatoren können in unterschiedlichen Konfigurationen ang
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Die Abbildung [ref:a_fet_verstaerker] zeigt einen Kurzwellen-Verstärker mit LDMOS Feldeffekttransistoren. LDMOS steht für *Laterally Diffused Metal-Oxide-Semiconductor* und bezeichnet einen speziellen Feldeffekttransistor für HF-Leistungsverstärker. Die Eigentliche Verstärkerschaltung (oberer Teil) ist sehr simpel aufgebaut. Es ist wieder ein Gegentaktverstärker mit zwei FETs, die in Push-Pull-Konfiguration arbeiten. Die beiden Transistoren werden über einen gemeinsamen Eingangstransformator angesteuert. Der Ausgang des Verstärkers wird über einen weiteren Transformator abgegriffen. Der Untere Teil der Schaltung, ist auch weniger komplex, als man denkt: Im großen und ganzen wird hier nur die über einen Spannungsteiler die BIAS-Spannung für die Transistoren erzeugt.
Die Abbildung [ref:a_fet_verstaerker] zeigt einen Kurzwellen-Verstärker mit LDMOS Feldeffekttransistoren. LDMOS steht für *Laterally Diffused Metal-Oxide-Semiconductor* und bezeichnet einen speziellen Feldeffekttransistor für HF-Leistungsverstärker. Die eigentliche Verstärkerschaltung (oberer Teil) ist sehr simpel aufgebaut. Es ist wieder ein Gegentaktverstärker mit zwei FETs, die in Push-Pull-Konfiguration arbeiten. Die beiden Transistoren werden über einen gemeinsamen Eingangstransformator angesteuert. Der Ausgang des Verstärkers wird über einen weiteren Transformator abgegriffen. Der untere Teil der Schaltung, ist auch weniger komplex, als man denkt: Im Großen und Ganzen wird hier nur die über einen Spannungsteiler die BIAS-Spannung für die Transistoren erzeugt.
Man darf sich nicht von der bekannten Eigenschaft eines Feldeffekttransistors täuschen lassen: Bei Gleichspannung ist das Gate praktisch stromlos und besitzt daher eine sehr hohe Eingangsimpedanz. Bei hohen Frequenzen spielen jedoch die parasitären Kapazitäten des Transistors eine wichtige Rolle, insbesondere die Kapazitäten zwischen Gate und Source sowie zwischen Gate und Drain. Ihr kapazitiver Blindwiderstand wird mit steigender Frequenz kleiner, sodass am Gate ein HF-Strom fließen kann. Bei HF-Leistungstransistoren kann die Eingangsimpedanz deshalb deutlich niedriger sein als man es von der Gleichstrombetrachtung eines FETs erwarten würde. Der Eingangstransformator $T_1$ dient daher zur Anpassung der $\qty{50}{\ohm}$ an die niederohmige Eingangsimpedanz der Transistoren.
@@ -103,13 +103,13 @@ Ein ähnliche Funktion hat eine LC-Schaltung hinter einem HF-Leistungsverstärke
[question:AF404]
Bei Leistungsverstärkern ist es wichtig die einzelnen Stufen HF-Mäßig von der Betriebsspannung bestmöglich zu entkoppeln um Rückwirkungen auf andere Stufen zu vermeiden (Schwingneigung, Modulationseffekte etc.). Dazu werden die Betriebsspannungs-Zuführungen der einzelnen Stufen mit in Serie geschalteten Induktivitäten sowie Abblock-Kondensatoren nach Masse gegeneinander entkoppelt. Diese Anordnung stellt einen Tiefpass dar, da im Idealfall nur die gewünschte DC-Betriebsspannung durchgelassen wird, HF-Anteile jedoch abgeblockt werden.
Bei Leistungsverstärkern ist es wichtig die einzelnen Stufen HF-Mäßig von der Betriebsspannung bestmöglich zu entkoppeln um Rückwirkungen auf andere Stufen zu vermeiden (Schwingneigung, Modulationseffekte etc.). Dazu werden die Betriebsspannungszuführungen der einzelnen Stufen mit in Serie geschalteten Induktivitäten sowie Abblockkondensatoren nach Masse gegeneinander entkoppelt. Diese Anordnung stellt einen Tiefpass dar, da im Idealfall nur die gewünschte DC-Betriebsspannung durchgelassen wird, HF-Anteile jedoch abgeblockt werden.
[question:AF411]
[question:AF419]
[question:AF418]
[question:AF422]
Die HF-Eigenschaften realer Kondensatoren sind frequenzabhängig. Große Kapazitäten wie Elektrolytkondensatoren können nur bei niedrigen Frequenzen eingesetzt werden und sind im HF-Bereich nur bedingt wirksam. Um auch höhere Frequenzen durch Kondensatoren abzublocken verwendet man häufig eine Kombination aus unterschiedlichen Kondensator-Typen und Kapazitäts-Werten, die zusammen einen größeren Frequenzbereich abblocken können.
Die HF-Eigenschaften realer Kondensatoren sind frequenzabhängig. Große Kapazitäten wie Elektrolytkondensatoren können nur bei niedrigen Frequenzen eingesetzt werden und sind im HF-Bereich nur bedingt wirksam. Um auch höhere Frequenzen durch Kondensatoren abzublocken verwendet man häufig eine Kombination aus unterschiedlichen Kondensatortypen und Kapazitätswerten, die zusammen einen größeren Frequenzbereich abblocken können.
[question:AF415]
+4 -4
View File
@@ -17,12 +17,12 @@ In Schritt (2) ersetzen wir den Widerstand $R_2$ durch den Kondensator $C_1$. An
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Wir halten fest: Ein Tiefpass ist zunächst nichts anderes als ein Spannungsteiler. Deshalb können wir ihn im Folgenden auch genau so betrachten. In Abbildung [ref:e_wiederstaende_tiefpass] sind die Widerstandsverläufe in Abhängigkeit von der Frequenz nochmals dargestellt. Betrachten wir zunächst tiefe Frequenzen: In diesem Fall ist der Widerstand des Kondensators groß, sodass am Ausgang eine hohe Spannung anliegt. Steigt die Frequenz, wird der Widerstand des Kondensators zunehmend kleiner, und gemäß dem Prinzip des Spannungsteilers nimmt auch die Ausgangsspannung ab.
Wir halten fest: Ein Tiefpass ist zunächst nichts anderes als ein Spannungsteiler. Deshalb können wir ihn im Folgenden auch genau so betrachten. In Abbildung [ref:e_widerstaende_tiefpass] sind die Widerstandsverläufe in Abhängigkeit von der Frequenz nochmals dargestellt. Betrachten wir zunächst tiefe Frequenzen: In diesem Fall ist der Widerstand des Kondensators groß, sodass am Ausgang eine hohe Spannung anliegt. Steigt die Frequenz, wird der Widerstand des Kondensators zunehmend kleiner, und gemäß dem Prinzip des Spannungsteilers nimmt auch die Ausgangsspannung ab.
Auf diese Weise ergibt sich der Spannungsverlauf, wie er in Abbildung [ref:e_tiefpass_frequenzgang] gezeigt ist. Damit ist auch die Kernidee des Tiefpasses erklärt: Hohe Frequenzen werden stark gedämpft, während tiefe Frequenzen das Filter weitgehend ungehindert passieren. Ein Anwendungsbeispiel für einen Tiefpass ist die Verwendung hinter Sendeverstärkern, um die durch Verzerrungen auftretenden Oberwellen herauszufiltern.
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[picture:1021:e_wiederstaende_tiefpass:Qualitatives Widerstandsverhalten im Tiefpass-Spannungsteiler]
[picture:1021:e_widerstaende_tiefpass:Qualitatives Widerstandsverhalten im Tiefpass-Spannungsteiler]
[picture:1024:e_tiefpass_frequenzgang:Qualitativer Spannungsverlauf $U_\text{A}$ am Tiefpass]
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@@ -35,10 +35,10 @@ Die *Grenzfrequenz* ($f_\text{g}$) eines Tiefpasses ist die Frequenz, bei der da
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Bei einem Hochpass hingegen werden die tiefen Frequenzen stark gedämpft, während die hohen Frequenzen dieses Filter kaum gedämpft passieren. Dies erreicht man, in dem man Kondensator und Widerstand tauscht wie in Abbildung [ref:e_wiederstaende_hochpass] dargestellt. Der Frequenzgang eines Hochpasses ist qualitativ in [ref:e_hochpass_frequenzgang] gezeigt. Ein Anwendungsbeispiel für einen Hochpass ist die Verwendung in einer Antennenweiche, um z.B. den Kurzwellenbereich vor einem UKW-Empfänger wegzufiltern, um Störungen durch Kurzwellenbetrieb zu vermeiden.
Bei einem Hochpass hingegen werden die tiefen Frequenzen stark gedämpft, während die hohen Frequenzen dieses Filter kaum gedämpft passieren. Dies erreicht man, in dem man Kondensator und Widerstand tauscht wie in Abbildung [ref:e_widerstaende_hochpass] dargestellt. Der Frequenzgang eines Hochpasses ist qualitativ in [ref:e_hochpass_frequenzgang] gezeigt. Ein Anwendungsbeispiel für einen Hochpass ist die Verwendung in einer Antennenweiche, um z.B. den Kurzwellenbereich vor einem UKW-Empfänger wegzufiltern, um Störungen durch Kurzwellenbetrieb zu vermeiden.
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[picture:1025:e_wiederstaende_hochpass:Qualitatives Widerstandsverhalten im Hochpass-Spannungsteiler]
[picture:1025:e_widerstaende_hochpass:Qualitatives Widerstandsverhalten im Hochpass-Spannungsteiler]
[picture:1022:e_hochpass_frequenzgang:Qualitativer Spannungsverlauf $U_\text{A}$ am Hochpass]
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@@ -1,4 +1,4 @@
Als einfachsten Empfänger haben wir den Detektor-Empfänger im vorherigen Kapitel kennengelernt. Beim Detektor-Empfänger handelt es sich um einen sog. Geradeaus-Empfänger, den wir auch schon in der Klasse N kennen gelernt haben. Beim Geradeausempfänger wie in Abbildung [ref:e_geradeausempfänger] gezeigt, wird das Signal nach Empfang und ggf. Verstärkung nur noch demoduliert. Dieses Empfängerkonzept hat jedoch den Nachteil einer schlechten Selektivität (Trennschärfe). Um das zu verbessern könnte man den Eingangsfilterblock (2) aus mehreren Filtern kombinieren um die Trennschärfe zu erhöhen. Dann müssten aber beim Wechsel der Empfangsfrequenz alle diese Filter angepasst werden und das ist sehr aufwändig. Aus diesem Grund wurde der *Überlagerungsempfänger* (vgl. Abbildung [ref:ueberlagerungsempfaenger_einfachsuper]) entwickelt, welcher in der Fachsprache auch *Superheterodyn* oder *Superhet* genannt wird.
Als einfachsten Empfänger haben wir den Detektorempfänger im vorherigen Kapitel kennengelernt. Beim Detektorempfänger handelt es sich um einen sog. Geradeausempfänger, den wir auch schon in der Klasse N kennen gelernt haben. Beim Geradeausempfänger wie in Abbildung [ref:e_geradeausempfänger] gezeigt, wird das Signal nach Empfang und ggf. Verstärkung nur noch demoduliert. Dieses Empfängerkonzept hat jedoch den Nachteil einer schlechten Selektivität (Trennschärfe). Um das zu verbessern könnte man den Eingangsfilterblock (2) aus mehreren Filtern kombinieren um die Trennschärfe zu erhöhen. Dann müssten aber beim Wechsel der Empfangsfrequenz alle diese Filter angepasst werden und das ist sehr aufwändig. Aus diesem Grund wurde der *Überlagerungsempfänger* (vgl. Abbildung [ref:ueberlagerungsempfaenger_einfachsuper]) entwickelt, welcher in der Fachsprache auch *Superheterodyn* oder *Superhet* genannt wird.
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[picture:736:e_geradeausempfänger:Geradeausempfänger]
@@ -10,7 +10,7 @@ Als einfachsten Empfänger haben wir den Detektor-Empfänger im vorherigen Kapit
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Die Idee des Überlagerungsempfängers ist ebenso einfach wie genial. Anstelle abstimmbarer Filter wird ein variabler Oszillator (VFO) eingesetzt, mit dessen Hilfe das empfangene Signal zunächst auf eine feste Frequenz, die sogenannte Zwischenfrequenz $f_z$ (oft auch ZF genannt), umgesetzt wird. Für diese feste Zwischenfrequenz lassen sich sehr trennscharfe und hochwertige Filter realisieren. Abbildung [ref:ueberlagerungsempfaenger_einfachsuper_filter] veranschaulicht dieses Prinzip.
Die Idee des Überlagerungsempfängers ist ebenso einfach wie genial. Anstelle abstimmbarer Filter wird ein variabler Oszillator (VFO, engl. Variable Frequency Oscillator) eingesetzt, mit dessen Hilfe das empfangene Signal zunächst auf eine feste Frequenz, die sogenannte Zwischenfrequenz $f_\mathrm{z}$ (oft auch ZF genannt), umgesetzt wird. Für diese feste Zwischenfrequenz lassen sich sehr trennscharfe und hochwertige Filter realisieren. Abbildung [ref:ueberlagerungsempfaenger_einfachsuper_filter] veranschaulicht dieses Prinzip.
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[picture:913:ueberlagerungsempfaenger_einfachsuper_filter:Überlagerungsempfänger mit Filtern]
+6 -6
View File
@@ -4,14 +4,14 @@
* Nur im Lokalbereich von starken Rundfunksendern nutzbar
</left>
<right>
[photo:193:am_detektor:Detektor-Empfänger]
[photo:193:am_detektor:Detektorempfänger]
</right>
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<left>
[picture:799:am_detektor:Schaltbild eines einfachen Detektor-Empfängers]
* Parallel-Schwingkreis aus Spule und variablen Kondensator
[picture:799:am_detektor:Schaltbild eines einfachen Detektorempfängers]
* Parallelschwingkreis aus Spule und variablen Kondensator
</left>
<right>
[picture:800:am_detektor_antenne:Signal an der Antenne]
@@ -22,7 +22,7 @@
--- data-transition="none"
<left>
[picture:799:am_detektor:Schaltbild eines einfachen Detektor-Empfängers]
[picture:799:am_detektor:Schaltbild eines einfachen Detektorempfängers]
* Signal von Antenne (rot) regt Schwingkreis an, wenn dieser auf die Frequenz abgestimmt ist
</left>
<right>
@@ -34,7 +34,7 @@
--- data-transition="none"
<left>
[picture:799:am_detektor:Schaltbild eines einfachen Detektor-Empfängers]
[picture:799:am_detektor:Schaltbild eines einfachen Detektorempfängers]
* Diode (blau) richtet die AM-Modulation gleich
</left>
<right>
@@ -46,7 +46,7 @@
--- data-transition="none"
<left>
[picture:799:am_detektor:Schaltbild eines einfachen Detektor-Empfängers]
[picture:799:am_detektor:Schaltbild eines einfachen Detektorempfängers]
* Hochohmiger Kopfhörer (grün) macht das Signal hörbar, da der Kopfhörer träge ist und den einzelnen Stromstößen nicht folgen kann
</left>
<right>
+1 -1
View File
@@ -29,7 +29,7 @@
<right>
* Verstärkungsmaximum nur in einem schmalen Bereich (z. B. ein Amateurband)
* Frequenzselektive Auslegung
* Verwendung von Serien- oder Parallel-Schwingkreisen im HF-Signalpfad
* Verwendung von Serien- oder Parallelschwingkreisen im HF-Signalpfad
</right>
---
+1 -1
View File
@@ -2,6 +2,6 @@ Ein Blick in die Formelsammlung genügt:
$|X_C| = \frac{1}{\omega\cdot C}$
Der kapazitive Blindwiederstand $X_C$ hängt von der Kreisfrequenz $\omega$ und der Kapazität $C$ ab. Er ist umgekehrt proportional zu beiden Größen, das heißt, je größer die Frequenz oder die Kapazität, desto kleiner ist der Blindwiderstand.
Der kapazitive Blindwiderstand $X_C$ hängt von der Kreisfrequenz $\omega$ und der Kapazität $C$ ab. Er ist umgekehrt proportional zu beiden Größen, das heißt, je größer die Frequenz oder die Kapazität, desto kleiner ist der Blindwiderstand.
Zusätzlich ist zu beachten, dass der kapazitive Blindwiderstand $X_C$ eine negative Größe ist, da er eine Phasenverschiebung von $\qty{90}{\degree}$ zwischen Spannung und Strom verursacht, wobei der Strom der Spannung vorauseilt. Daher wird $X_C$ oft mit einem negativen Vorzeichen angegeben, um diese Phasenverschiebung zu verdeutlichen.