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Matthias Jung
2026-03-09 23:39:19 +01:00
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<p>Die E-Klasse wird in einigen anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern anerkannt, so dass Du beispielsweise im Urlaub ebenfalls Funkbetrieb machen darfst. Stand 01/2024 sind dies die L&auml;nder &Ouml;sterreich, Schweiz, Liechtenstein, Belgien, Niederlande, Luxemburg, D&auml;nemark, Tschechien, Polen; desweiteren Albanien, Australien, Belarus, Bosnien-Hercegovina, Estland, Finnland, Gr&ouml;nland, Island, Israel, Kanada, Kroatien, Lettland, Litauen, Moldavien, Montenegro, Nordmazedonien, Norwegen, Portugal, Rum&auml;nien, Russland, Slowakei, Slowenien, Ungarn, Ukraine, USA (ohne Gew&auml;hr). Die genaue Liste findet man beim DARC-Auslandsreferat.</p>
<p>Gegen&uuml;ber der Klasse N sind die technischen Fragen nat&uuml;rlich deutlich anspruchsvoller, aber auch diese sind nach unseren Erfahrungen nach dem alten System auch f&uuml;r Personen machbar, welche in der Schule Mathematik und Physik nicht gerade als Lieblingsf&auml;cher betrachtet haben.</p>
<h3>Klasse A</h3>
<p>Zun&auml;chst stechen die gegen&uuml;ber Klasse E in fast allen B&auml;ndern nochmals deutlich erh&ouml;hten Leistungsgrenzen ins Auge; so sind beispielsweise auf den meisten Kurzwellenb&auml;ndern bis zu 750 Watt PEP zul&auml;ssig. Damit sind auch ungew&ouml;hnlichere Ausbreitungsarten m&ouml;glich: Bei EME (Erde&ndash;Mond&ndash;Erde) wird unser ca. 400.000 km entfernter Mond als Reflektor f&uuml;r die Radiowellen benutzt. Troposcatter wiederum ist eine fr&uuml;her gerne vom Milit&auml;r verwendete Verbindungsart f&uuml;r sehr hohe Leistungen, welche bis ca. 500 km sehr zuverl&auml;ssige Verbindungen auf Frequenzen ab dem UKW-Bereich erm&ouml;glicht.<br>Viele Funkamateure nutzen diese hohen Leistungsgrenzen jedoch gar nicht aus, sondern erwerben die Klasse A haupts&auml;chlich dazu, um in den Genuss der zus&auml;tzlichen, besonders attraktiven Kurzwellenb&auml;nder zu gelangen: Von den Kurzwellenb&auml;ndern 40 m, 30 m, 20 m und 17 m erlaubt fast zu jeder Tages- und Nachtzeit mindestens eines Weitverkehrs-Funkverbindungen. Ebenso sind je nach Tageszeit und Sonnenaktivit&auml;t die B&auml;nder 60m und sogar 40m manchmal besser f&uuml;r NVIS-Verbindungen geeignet als 160m und 80m. Dar&uuml;berhinaus erm&ouml;glichen das Mittelwellenband 630m sowie das Langwellenband 2200m zu quasi jeder Tageszeit Verbindungen &uuml;ber mehrere hundert Kilometer.<br>Zus&auml;tzliche B&auml;nder wie das 4-Meter-Band runden die M&ouml;glichkeiten weiter ab.</p>
<p>Zun&auml;chst stechen die gegen&uuml;ber Klasse E in fast allen B&auml;ndern nochmals deutlich erh&ouml;hten Leistungsgrenzen ins Auge; so sind beispielsweise auf den meisten Kurzwellenb&auml;ndern bis zu 750 Watt PEP zul&auml;ssig. Damit sind auch ungew&ouml;hnlichere Ausbreitungsarten m&ouml;glich: Bei EME (Erde&ndash;Mond&ndash;Erde) wird unser ca. 400.000 km entfernter Mond als Reflektor f&uuml;r die Radiowellen benutzt. Troposcatter wiederum ist eine fr&uuml;her gerne vom Milit&auml;r verwendete Verbindungsart f&uuml;r sehr hohe Leistungen, welche bis ca. 500 km sehr zuverl&auml;ssige Verbindungen auf Frequenzen ab dem UKW-Bereich erm&ouml;glicht.<br>Viele Funkamateure nutzen diese hohen Leistungsgrenzen jedoch gar nicht aus, sondern erwerben die Klasse A haupts&auml;chlich dazu, um in den Genuss der zus&auml;tzlichen, besonders attraktiven Kurzwellenb&auml;nder zu gelangen: Von den Kurzwellenb&auml;ndern 40 m, 30 m, 20 m und 17 m erlaubt fast zu jeder Tages- und Nachtzeit mindestens eines Weitverkehrs-Funkverbindungen. Ebenso sind je nach Tageszeit und Sonnenaktivit&auml;t die B&auml;nder 60m und sogar 40m manchmal besser f&uuml;r NVIS-Verbindungen geeignet als 160m und 80m. Dar&uuml;berhinaus erm&ouml;glichen das Mittelwellenband 630m sowie das Langwellenband 2200m zu quasi jeder Tageszeit Verbindungen &uuml;ber mehrere hundert Kilometer.</p>
<p>Vereinfacht dargestellt wird eine deutsche Amateurfunk-Zulassung der Klasse A in vielen L&auml;ndern der Welt anerkannt &ndash; im Gegensatz zur Klasse E insbesondere auch in den beliebten Urlaubsl&auml;ndern Frankreich, Italien, Spanien, Bulgarien, Griechenland, T&uuml;rkei, Gro&szlig;britannien und Schweden (ohne Gew&auml;hr). In vielen L&auml;ndern darfst Du mit der deutschen Klasse A sogar ohne Voranmeldung einfach drauf losfunken; in anderen L&auml;ndern kannst Du mit Klasse A vor dem Urlaub ein Rufzeichen des jeweiligen Landes beantragen, ohne dass Du hierf&uuml;r im entsprechenden Land eine Amateurfunk-Pr&uuml;fung ablegen m&uuml;sstest.</p>
<p>Gegen&uuml;ber der Klasse E sind die technischen Fragen nochmals anspruchsvoller. Nach unseren Erfahrungen mit dem alten Fragenkatalog ist jedoch auch diese Pr&uuml;fung f&uuml;r Personen machbar, welche ein gewisses mathematisches Grundverst&auml;ndnis und vor allem Freude am Verstehen naturwissenschaftlich-physikalischen Zusammenh&auml;ngen haben. Studierte Elektrotechniker werden die Pr&uuml;fung mit wenigen Tagen Vorbereitungszeit meistern; Personen mit weniger technisch-mathematischer Ausbildung m&uuml;ssen sich entsprechend etwas mehr Wissen aneignen. Bitte lass Dich von der Mathematik nicht abschrecken: Das "Schlimmste", was in den Formeln vorkommt, sind Logarithmen, Wurzeln, Potenzen und Winkelfunktionen. Sehr viele Funkamateure mit Rufzeichen der Klasse A sind keine Elektrotechniker, sondern beispielsweise Juristen, Mediziner, Informatiker oder Kaufleute.</p>
<h2>Und jetzt?</h2>