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Ein mittengespeister Halbwellendipol ist nicht nur bei seiner Grundfrequenz stromgespeist, sondern auch bei ungeradzahligen Vielfachen seiner Grundfrequenz, wie in Abbildung [ref:e_stromverteilungen] gezeigt. So besitzt beispielsweise ein für das $\qty{80}{\meter}$-Band ausgelegter Dipol mit einer Grundfrequenz von \qty{3,5}{\mega\hertz} weitere Resonanzen näherungsweise bei 3\cdot\qty{3,5}{\mega\hertz}=\qty{10,5}{\mega\hertz} und 5\cdot\qty{3,5}{\mega\hertz}=\qty{17,5}{\mega\hertz} und ist an diesen Freqeuenzen stromgespeist und niederohmig.
[question:AG207]
Bei geraden Vielfachen hingegen, ergibt sich eine Spannungsspeisung, da dann der Speisepunkt an einem Spannungsbauch liegt. Bei einem $\qty{80}{\meter}$-Dipol liegt bei einer Anregung von 2\cdot\qty{3,5}{\mega\hertz}=\qty{7}{\mega\hertz} oder 4\cdot\qty{3,5}{\mega\hertz}=\qty{14}{\mega\hertz}, am mittigen Speisepunkt Stromminimum und damit eine hohe Impedanz. Diese Frequenzen sind bei einem einfachen mittengespeisten Dipol daher nicht ohne Weiteres nutzbar. Im Abschnitt "Traps" werden wir eine möglichkeit kennenlernen, wie man zusätzliche Resonanzen gezielt auf solchen Frequenzen erzeugen kann.
[question:AG208]
[picture:1050:a_stromverteilungen:Stromverteilungen bei verschiedenen Grundfrequenzen]Die Abbildung [ref:a_stromverteilungen_b] zeigt die Stromverteilungen für eine Grundfrequenz von \qty{3,5}{\mega\hertz} und ganzzahlige Vielfache. Die Abbildung [ref:a_stromverteilungen_c] zeigt die Stromverteilungen für die Grundfrequenz und ihre ungeradzahligen Vielfachen. Die Abbildungen zeigen schematisch den Betrag der Stromverteilung. Die Höhe der dargestellten Strombäuche dient nur der Veranschaulichung und stellt keine absolute Stromstärke dar.
Die Anzahl des Vielfachen lässt sich direkt an der Anzahl der Strombäuche erkennen: Zwei Strombäuche entsprechen dem Zweifachen der Grundfrequenz, drei Strombäuche dem Dreifachen der Grundfrequenz usw.
Für die folgenden Fragen betrachten wir wieder den bereits bekannten $\qty{80}{\meter}$-Dipol mit einer Gesamtlänge von etwa \qty{40}{\meter}. Seine Grundfrequenz liegt näherungsweise bei \qty{3,5}{\mega\hertz}. Um die jeweils dargestellte Anregungsfrequenz zu bestimmen, genügt es daher, die Anzahl der Strombäuche zu zählen und mit der Grundfrequenz von \qty{3,5}{\mega\hertz} zu multiplizieren.
[question:AG203] [question:AG204] [question:AG205] [question:AG206]