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2026-08-16 11:07:22 +02:00

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Mit einer künstlichen $\qty{50}{\ohm}$-Antenne beträgt das SWR am Leitungseingang etwa \num{1}. Damit wissen wir zunächst, dass die Antennenleitung selbst in Ordnung ist.

Mit der angeschlossenen Antenne wird dagegen ein SWR von \num{3} gemessen. Für das SWR gilt mit der Spannung der vorlaufenden Welle U_\mathrm{V} und der rücklaufenden Welle U_\mathrm{R}:

s=\frac{U_\mathrm{V}+U_\mathrm{R}}{U_\mathrm{V}-U_\mathrm{R}}.

Bei s=\num{3} ergibt sich daraus, dass die Spannung der rücklaufenden Welle halb so groß wie die der vorlaufenden Welle ist:

\frac{U_\mathrm{R}}{U_\mathrm{V}}=\frac{3-1}{3+1}=\num{0,5}.

Da die Leistung proportional zum Quadrat der Spannung ist, beträgt die rücklaufende Leistung am Leitungseingang damit

\num{0,5}^2=\num{0,25}

der vorlaufenden Leistung. Von den eingespeisten \qty{10}{\watt} kommen am Leitungseingang also etwa

\qty{10}{\watt}\cdot\num{0,25}=\qty{2,5}{\watt}

als rücklaufende Leistung an.

Die Leitung besitzt auf jedem Weg eine Dämpfung von \qty{3}{\decibel}. Von den eingespeisten \qty{10}{\watt} erreichen daher nur etwa \qty{5}{\watt} die Antenne. Auf dem Rückweg wird die reflektierte Leistung wiederum halbiert.

Damit am Leitungseingang noch \qty{2,5}{\watt} rücklaufende Leistung ankommen, müssen an der Antenne ungefähr \qty{5}{\watt} reflektiert worden sein. Dies entspricht praktisch der gesamten dort ankommenden Leistung.

Die Antenne nimmt somit so gut wie keine HF-Leistung auf und ist fehlerhaft.