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2026-06-07 17:02:19 +02:00

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Erklärung

Auch bei relativ kleinen Sendeleistungen von nur wenigen Watt können an Sendeantennen und Speiseleitungen hohe hochfrequente Spannungen auftreten. Die Gefährdung hängt dabei nicht nur von der Leistung, sondern maßgeblich von der lokal auftretenden Spannung und Impedanzverteilung ab.

Der Zusammenhang zwischen Leistung, Spannung und Widerstand ergibt sich aus:

P= \frac{U^2}{R}

Dabei gilt:

  • P = Leistung
  • U = Spannung
  • R = Impedanz (bzw. Wirkwiderstand am betrachteten Ort)

Bei hohen oder lokal stark variierenden Impedanzen, insbesondere durch Fehlanpassung und stehende Wellen, können bereits bei wenigen Watt Sendeleistung hohe HF-Spannungen auftreten.

Zusätzlich ist hochfrequente Spannung aus folgenden Gründen potenziell gefährlich:

  • sie kann zu lokalen thermischen Gewebeschäden führen,
  • der HF-Strom verursacht eine starke Erwärmung im Gewebe,
  • die Wahrnehmung eines klassischen Stromschlags bleibt oft aus,
  • es kann zu ungewollten HF-Funkenüberschlägen kommen.

Ein typisches Beispiel sind stehende Wellen auf einer fehlangepassten Antennenleitung, bei denen bereits bei Sendeleistungen von etwa 5–10 W HF-Spannungen im Bereich mehrerer hundert Volt auftreten können.

Daher besteht auch bei kleinen Sendeleistungen eine relevante Gefährdung durch hochfrequente Spannungen an Antennen und Speiseleitungen.