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2026-06-07 17:02:19 +02:00

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Erklärung

Ist die Verbindung zwischen Sender und Potentialausgleich elektrisch leitungsbedingt etwa \lambda/4 (oder ein ungerades Vielfaches davon) lang, kann sie sich als verlustbehaftete HF-Transformationsleitung verhalten.

Eine Viertelwellenleitung transformiert eine Impedanz, sodass ein niedriger Abschlusswiderstand am einen Ende am anderen Ende als hoher Widerstand erscheinen kann.

Im konkreten Fall bedeutet dies:

  • Der Potentialausgleich stellt aus Sicht der Niederfrequenz einen niederohmigen Bezugspunkt dar.
  • Bei hochfrequentem Betrieb kann dieser niederohmige Punkt durch die $\lambda/4$-Leitung impedanztransformiert werden.
  • Dadurch erscheint am Senderende eine deutlich höhere HF-Impedanz.
  • Die Leitung kann resonant wirken und stehende Wellen ausbilden.
  • Am Sendergehäuse kann sich ein HF-Spannungsmaximum (HF-Spannungsbauch) einstellen.
  • Dies führt zu einer berührbaren Hochfrequenzspannung ("RF-hot chassis" bzw. „heißes Gehäuse“), obwohl der Gleichstrom- und niederfrequente Erdungszustand korrekt ist.