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2026-01-31 18:48:33 +01:00

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[picture:648:n_relaisfunkstellen_aufbau:Schematische Darstellung einer Relaisfunkstelle mit Nutzern] * Ermöglicht eine größere Reichweite als bei direkter Verbindung * Meist an exponierten Standorten, z.B. Berggipfeln, Hochhäusern, (Kirch-)Türmen * Oder in Satelliten * Durch den Berg lässt sich nicht durchfunken * Mit dem Relais können beide Funkamateure eine Verbindung aufbauen * Mehr zu Satelliten später --- ## Definition Relaisfunkstelle eine fernbediente Amateurfunkstelle (auch in Satelliten), die empfangene Amateurfunkaussendungen, Teile davon oder sonstige eingespeiste oder eingespeicherte Signale fern ausgelöst aussendet und dabei zur Erhöhung der Erreichbarkeit von Amateurfunkstellen dient --- * Auch kurz genannt: Relais oder Repeater * Senden regelmäßig ihr Rufzeichen aus * Rufzeichen beginnt in der Regel mit DB0, DM0 oder DO0 * Relaisfunkstellen werden nicht mit persönlichen Rufzeichen betrieben. * Relaisfunkstellen sind üblicherweise nicht ständig besetzt. * Relaisfunkstellen müssen nicht zwingend an geografisch exponierten Standorten betrieben werden.

[question:NF118]

Funktionsweise

* Empfängt auf der Eingangsfrequenz das Signal einer Amateurfunkstation * Stahlt es zeitgleich auf der Ausgabefrequenz aus * Damit der Sender nicht stört, sind die Frequenzen meistens unterschiedlich Den Abstand nennt man *Frequenzablage* oder kurz *Ablage*

| r: Band | r: Ablage | | 10 m | 100 kHz | | 2 m | 600 kHz | | 70 cm | 7.6 MHz | | 23 cm | 28 MHz | [table:n_relaisfunkstellen_ablage:Frequenzablage]


Beispiel eines 70cm-Relais:

  • Ausgabefrequenz: 438.875 MHz
  • Ablage: -7.600 MHz
  • Eingabefrequenz: 431.275 MHz

[question:BE401]

[question:BE402]

[question:BE403]

--- indepth

Crossband-Betrieb

  • Sendet und empfängt gleichzeitig auf zwei verschiedenen Bändern, z.B. 2m und 70cm
  • Umsetzung der Sendeart auch möglich, z.B. SSB auf FM

Digipeater

  • Vermittelt Daten statt Sprache
  • Empfängt und sendet Datenpakete
  • Aussendung kann nur in Teilen oder zeitversetzt geschehen
  • Datenpakete können wiederholt werden
  • Einzelne Datenfelder können geändert werden
* Für Packet Radio, was in den 90ern vor dem Internet beliebt war * Kommt später etwas ausführlicher --- ## Besondere Einstellungen * Ggf. sind weitere Einstellungen für die Verbindung zum Relais notwendig * Diese Informationen sind in Repeaterverzeichnissen, auf Webseiten oder beim Relaisverantwortlichen erhältlich * Neben FM-Repeatern gibt es welche für digitale Sprache wie DMR oder D-Star Ein Beispiel für weitere Einstellungen ist ein Subton mit CTCSS

[question:NE309]

[question:NE308]

Kanalbandbreite

  • Der benötigte Platz im Frequenzspektrum
  • Wide-FM: 25 kHz
  • Narrow-FM: 12,5 kHz
  • Repeater mögen Narrow-FM, da sonst Signale verzerrt sind und benachbarte Frequenzen gestört werden

[question:BE407]

Störungsfreier Betrieb

  • Grundsätzlich können alle Funkamateure mit ihrem zugeteilten Rufzeichen fernbediente Amateurfunkstellen nutzen
  • Betreiber kann zur Sicherstellung des störungsfreien Betriebs Funkamateure ausschließen
  • Die BNetzA ist hiervon zu unterrichten

[question:VD504]

Funkbetrieb auf Repeatern

  • Kurze Durchgänge
  • Mobile und portable Stationen sind oft nur kurzzeitig in Empfangsreichweite
  • Pause zwischen den Durchgängen zum Reinmelden anderer Stationen

[question:BE406]

[question:BE404]

Doppeln

  • Bei gleichzeitiger Spracheingabe wird die Aussendung bis zur Unlesbarkeit gestört
  • "Doppeln" durch ordentliche Übergabe vermeiden
  • Aussendung erst dann beginnen, wenn die vorige Station beendet hat

[question:NE310]

[question:BE405]

Sendeleistung

  • Nach Anlage 1 der AFuV
  • Für automatische Station oberhalb von 30 MHz mit 50 W ERP

[question:VD503]

Rapport

  • Empfangene Signalstärke (S) ist die des Relais
  • Es wird darauf verzichtet
  • Nur die Lesbarkeit (R) wird im Rapport beurteilt

[question:BE408]