987 B
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Erklärung
Ist die Verbindung zwischen Sender und Potentialausgleich elektrisch leitungsbedingt etwa \lambda/4 (oder ein ungerades Vielfaches davon) lang, kann sie sich als verlustbehaftete HF-Transformationsleitung verhalten.
Eine Viertelwellenleitung transformiert eine Impedanz, sodass ein niedriger Abschlusswiderstand am einen Ende am anderen Ende als hoher Widerstand erscheinen kann.
Im konkreten Fall bedeutet dies:
- Der Potentialausgleich stellt aus Sicht der Niederfrequenz einen niederohmigen Bezugspunkt dar.
- Bei hochfrequentem Betrieb kann dieser niederohmige Punkt durch die $\lambda/4$-Leitung impedanztransformiert werden.
- Die Leitung kann dadurch als Resonator wirken und es entstehen stehende Wellen.
- Am Senderende kann sich ein Spannungsmaximum (HF-Spannungsbauch) ausbilden.
- Dadurch liegt eine merkliche Hochfrequenzspannung auf dem Sendergehäuse („heißes Gehäuse“), obwohl das Gehäuse für Gleichstrom und Netzfrequenz korrekt geerdet ist.