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2026-06-17 05:48:51 +02:00

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Erklärung

Ist die Verbindung zwischen Sender und Potentialausgleich elektrisch leitungsbedingt etwa \lambda/4 (oder ein ungerades Vielfaches davon) lang, kann sie sich als verlustbehaftete HF-Transformationsleitung verhalten.

Eine Viertelwellenleitung transformiert eine Impedanz, sodass ein niedriger Abschlusswiderstand am einen Ende am anderen Ende als hoher Widerstand erscheinen kann.

Im konkreten Fall bedeutet dies:

  • Der Potentialausgleich stellt aus Sicht der Niederfrequenz einen niederohmigen Bezugspunkt dar.
  • Bei hochfrequentem Betrieb kann dieser niederohmige Punkt durch die $\lambda/4$-Leitung impedanztransformiert werden.
  • Die Leitung kann dadurch als Resonator wirken und es entstehen stehende Wellen.
  • Am Senderende kann sich ein Spannungsmaximum (HF-Spannungsbauch) ausbilden.
  • Dadurch liegt eine merkliche Hochfrequenzspannung auf dem Sendergehäuse („heißes Gehäuse“), obwohl das Gehäuse für Gleichstrom und Netzfrequenz korrekt geerdet ist.