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2026-07-24 12:34:14 +02:00

3.1 KiB

In der Klasse E haben wir bereits Konverter und Transverter kennengelernt, welche im Amateurfunk dazu eingesetzt werden, um mit vorhandenen Funkgeräten zusätzliche Frequenzbereiche zu erschließen, die diese Geräte ursprünglich nicht abdecken. Wie in Abbildung [ref:a_konverter_2] gezeigt, benötigt man hierzu einen Oszillator, einen Mischer und ein Bandfilter.

[question:AF301]

Ein Problem dabei, welches wir nun vertiefen wollen, ist, dass die Amateurfunkbänder verschiedene Breiten haben. So ist z.B. das $\qty{70}{\centi\meter}$-Band von \qtyrange{430}{440}{\mega\hertz} mit einer Breite von \qty{10}{\mega\hertz} deutlich breiter als das $\qty{10}{\meter}$-Band von \qtyrange{28}{29,7}{\mega\hertz} mit einer Breite von \qty{1,7}{\mega\hertz}. Dies hat zur Folge, dass ein Konverter, der den Frequenzbereich von \qtyrange{430}{440}{\mega\hertz} auf den Frequenzbereich von \qtyrange{28}{30}{\mega\hertz} umsetzt, nicht die gesamte Bandbreite des $\qty{70}{\centi\meter}$-Bands abdecken kann.

[picture:651:a_konverter_2:Up-Konverter für QO-100]

Deshalb muss ein Konverter ggf. umschaltbar sein, wie in Abbildung [ref:a_konverter] gezeigt, um größere Frequenzbereiche abbilden zu können. Soll z. B. ein Frequenzbereich von \qtyrange{436}{440}{\mega\hertz}, also \qty{4}{\mega\hertz} Bandbreite, auf einen Frequenzbereich von \qtyrange{28}{30}{\mega\hertz} mit \qty{2}{\mega\hertz} umgesetzt werden (bei Annahme, dass sich die Oszillatorfrequenz unterhalb des Nutzsignals befindet), so benötigt man zwei umschaltbare Frequenzbereiche: den ersten von \qtyrange{436}{438}{\mega\hertz} und den zweiten von \qtyrange{438}{440}{\mega\hertz}.

[picture:85:a_konverter:Konverter mit Umschaltung der Oszillatorfrequenz]

Für den ersten Teilbereich von \qtyrange{436}{438}{\mega\hertz} kann man folgende Oszillatorfrequenz berechnen:

f_\mathrm{OSZ} = \qty{436}{\mega\hertz} - \qty{28}{\mega\hertz} = \qty{408}{\mega\hertz}

f_\mathrm{OSZ} = \qty{438}{\mega\hertz} - \qty{30}{\mega\hertz} = \qty{408}{\mega\hertz}

Für beide Bandgrenzen ergibt sich logischerweise eine Oszillatorfrequenz von \qty{408}{\mega\hertz}.

Für den zweiten Teilbereich von \qtyrange{438}{440}{\mega\hertz} ergibt sich folgende Oszillatorfrequenz:

f_\mathrm{OSZ} = \qty{440}{\mega\hertz} - \qty{30}{\mega\hertz} = \qty{438}{\mega\hertz} - \qty{28}{\mega\hertz} = \qty{410}{\mega\hertz}.

Wird diese Oszillatorfrequenz mittels Frequenzvervielfachung erzeugt, so muss man sie bei der Rückrechnung auf die benötigte Frequenz des Quarzoszillators noch durch Teilen berücksichtigen.

Werden die oben berechneten \qty{408}{\mega\hertz} bzw. \qty{410}{\mega\hertz} durch Verneunfachung der Quarz-Oszillatorfrequenz gewonnen, so ergeben sich die beiden Quarz-Oszillatorfrequenzen zu f_\mathrm{Quarz,1}=\frac{\qty{408}{\mega\hertz}}{9} = \qty{45,333}{\mega\hertz} und f_\mathrm{Quarz,2}=\frac{\qty{410}{\mega\hertz}}{9} = \qty{45,556}{\mega\hertz} (jeweils gerundet).

Mit diesem Wissen können wir nun die folgenden Aufgaben bearbeiten.

[question:AF501] [question:AF502]