3.2 KiB
Für die Kommunikation mittels Funkfernschreiben zwischen Amateurfunkstationen gibt es verschiedenste Verfahren. Damit eine Verbindung zustande kommt, müssen beide Kommunikationspartner das gleiche Übertragungsverfahren und die gleichen Parameter verwenden. Das gilt um so mehr, weil nicht jedem Verfahren eindeutige Frequenzbereiche zugeordnet sind.
%[photo:0:n_funkfernschreiben_telegraphie_20m:Morsetelegrafie, FT8 und FT4 im 20-Meter-Band] %[photo:0:n_funkfernschreiben_digimodes:Häufig verwendete Digimodes von K1JT vergrößert im Wasserfalldiagramm] %[photo:0:n_funkfernschreiben_olivia:Ausschnitt aus einer Olivia-Aussendung im Wasserfalldiagramm] %[photo:0:n_funkfernschreiben_fm:Musterbild FM] %[photo:0:n_funkfernschreiben_am:Musterbild AM] %[photo:0:n_funkfernschreiben_ft8:Ein FT8-Signal bei 1500 Hz oberhalb der eingestellten Frequenz] %[photo:0:n_funkfernschreiben_ft8_20m:Mehrere FT8-Signale in einem SSB-Kanal im 20-Meter-Band]
[question:NE401]
Die Abwicklung einer Telegrafie-Verbindung erfolgt sowohl bei der Morsetelegrafie als auch mit dem Computer ähnlich wie im Sprechfunk, aber mit bestimmten Abkürzungen. Diese Abkürzungen vereinfachen die Abwicklung und verkürzen die Übertragungsdauer. Es gibt auch die sogenannten Q-Gruppen. Das sind weltweit einheitliche dreibuchstabige Abkürzungen, die immer mit dem Buchstaben Q beginnen. Darauf gehen wir im Kapitel Q-Gruppen und Locator näher ein.
[question:BB101]
Seitlich ist ein üblicher Ablauf einer kurzen Telegrafieverbindung dargestellt. Mit der Tabelle [ref:n_funkfernschreiben_abkuerzungen] kann die Bedeutung dahinter entschlüsselt werden.
CQ CQ CQ DE DL2AB DL2AB DL2AB PSE K > DL2AB DE DL1PZ K DL1PZ DE DL2AB = UR RST 599 599 = DL1PZ DE DL2AB K > DL2AB DE DL1PZ = TNX RPRT, UR 479 479 BK BK QSL = VY 73 DE DL2AB SK > R 73 DE DL1PZ SK | l | X | | Abkz. | Bedeutung | | BK | Unterbrechung der Sendung; Formlose Übergabe | | CQ | Allgemeiner Anruf | | DE | von | | K | Aufforderung zum Senden | | PSE | Bitte (vom Englischen "Please") | | QSL | Ich bestätige den Empfang | | R | Received (Empfangsbestätigung) | | RPRT | Rapport (vom Englischen "Report") | | RST | RST-Rapport | | SK | Ende der Verbindung (vom Englischen "Silent Key") | | TNX | Danke (vom Englischen "Thanks") | | UR | du bist (im Sinne von "dein Signal ist", vom Englischen "you are") | | VY | sehr (vom Englischen "very") | | 73 | viele Grüße | | = | Trennzeichen | [table:n_funkfernschreiben_abkuerzungen:Betriebliche Abkürzungen in der Telegrafie]Es gibt auch digitale Übertragungsverfahren, bei denen die Abwicklung anders erfolgt. FT8 oder FT4 funktionieren beispielsweise auch bei widrigen Funkbedingungen, also wenn beim Empfänger im Vergleich zum Grundrauschen lediglich eine niedrige Signalstärke erreicht werden kann. Dafür können bei den genannten Verfahren aber nur ganz wenige Zeichen je Sendung übertragen werden. Entsprechend ist die Abwicklung noch kompakter. Andere digitale Verfahren übertragen gar keine Texte, sondern beispielsweise Bilder oder Video, mit an diese Umstände angepasster Betriebsabwicklung. Darauf wird in der Prüfung aber nicht eingegangen.
[question:BE112] [question:BB109] [question:BB110] [question:BB108]