feature: qsl

This commit is contained in:
Matthias Jung
2026-08-18 17:01:41 +02:00
parent 1ad3349204
commit d13d571679
11 changed files with 136 additions and 12 deletions
+1
View File
@@ -0,0 +1 @@
TODO
Binary file not shown.

After

Width:  |  Height:  |  Size: 115 KiB

+1
View File
@@ -0,0 +1 @@
TODO
Binary file not shown.

After

Width:  |  Height:  |  Size: 173 KiB

@@ -0,0 +1,17 @@
Ein allgemeiner Anruf beginnt, wie wir schon gelernt haben,mit *CQ*. Danach folgen Rufzeichen und eine Hörpause. Antwortet eine Station, beginnt ein QSO. Für einen verwertbaren SWL-Bericht werden nun beide Rufzeichen und der weitere Ablauf aufmerksam verfolgt.
Bei einem *Contest* versuchen Stationen, in begrenzter Zeit möglichst viele wertbare Verbindungen zu führen. Häufig antworten viele Stationen gleichzeitig auf eine besonders interessante Station. Diese Situation heißt *Pile-up*.
Bei einer DX-Pedition oder einem großen Pile-up arbeitet die gesuchte Station oft im *Split-Verkehr*: Sie sendet und empfängt auf unterschiedlichen Frequenzen. Hinweise wie `up 5` bedeuten, dass Antworten oberhalb der Sendefrequenz erwartet werden.
[question:BE308]
Für den SWL ist Split eine besondere Hörübung. Man muss darauf vertrauen, dass die DX-Station das Rufzeichen der Gegenstation korrekt nennt. Nur wenn beide Rufzeichen eindeutig feststehen, ist der Hörbericht vollständig.
Falls das Funkgerät zwei VFOs hat, kann die DX-Station auf einem VFO und die Gegenstation auf dem anderen VFO eingestellt werden. Durch umschalten von VFO A auf VFO B kann der Gegenstation auch zugehört werden.
<tip>
Im Contest werden Rufzeichen sehr schnell genannt. Notiere zunächst das sicher verstandene Fragment und bestätige es beim nächsten Durchgang.
</tip>
Die Abkürzung DX bezeichnet übrigens allgemein große Entfernungen. Welche Entfernung als DX empfunden wird, hängt vom Band und von den Ausbreitungsbedingungen ab.
@@ -44,4 +44,4 @@ Die Antenne hat großen Einfluss auf das Ergebnis. Für Kurzwelle können bereit
Auch wenn nur empfangen wird, gelten bei Außenantennen die Regeln für Blitzschutz, Abstände zu Energieleitungen, standsichere Montage und das Baurecht.
</attention>
Für die ersten Hörversuche werden das passende Band und die richtige Modulationsart gewählt und die Lautstärke angenehm eingestellt. Danach wird langsam über das Band gedreht oder man schaut im Wasserfall auf die Signale. Papier und Stift sollten von Anfang an bereitliegen. Auch ein digitales Logbuch wie das DARC Wavelog ist eine gute Möglichkeit, dazu aber später mehr.
Für die ersten Hörversuche werden das passende Band und die richtige Modulationsart gewählt und die Lautstärke angenehm eingestellt. Danach wird langsam über das Band gedreht oder man schaut im Wasserfall auf die Signale. Papier und Stift sollten von Anfang an bereitliegen.
+22
View File
@@ -0,0 +1,22 @@
Das *SWL-Logbuch* [index:Logbuch] ist das Gedächtnis der Empfangsstation. Es kann auf Papier, in einer Tabellenkalkulation oder mit einer speziellen Logbuchsoftware geführt werden.
Mindestens folgende Angaben sind sinnvoll:
* Datum und Uhrzeit in UTC
* Rufzeichen der gehörten Station
* Rufzeichen der Gegenstation
* Frequenz oder Band
* Übertragungsverfahren
* Empfangsrapport
Zusätzlich können Empfänger, Antenne, eigener Standort, Störungen und besondere Ausbreitungsbedingungen notiert werden.
<attention>
Für einen SWL-Bericht genügt nicht nur das Rufzeichen einer Station. Auch die Gegenstation muss eindeutig gehört und eingetragen werden, damit der Empfänger der QSL-Karte den Bericht in seinem Logbuch prüfen kann.
</attention>
Alle Zeiten werden in *UTC* geführt. In Deutschland gilt im Winter UTC = MEZ minus 1 Stunde, im Sommer UTC = MESZ minus 2 Stunden.
<tip>
Notiere die Daten während des QSOs. Nachträgliches Ergänzen aus dem Gedächtnis führt leicht zu falschen Rufzeichen oder Uhrzeiten.
</tip>
+38
View File
@@ -0,0 +1,38 @@
Mit einer *SWL-QSL-Karte* bittet ein Hörer eine gehörte Amateurfunkstation um Bestätigung seines Empfangsberichts. Die Abbildungen [ref:swl_qsl_beispiel1] und [ref:swl_qsl_beispiel2] zeigen Beispiele für die Gestaltung solcher Karten. Die Angaben müssen mit dem Logbuch der angeschriebenen Station übereinstimmen.
Eine SWL-QSL-Karte enthält mindestens:
* das Rufzeichen der gehörten und angeschriebenen Station (TO RADIO)
* das Rufzeichen ihrer Gegenstation, häufig als *QSO with* oder *Working* (WKG) bezeichnet
* Datum und Uhrzeit in UTC
* Frequenz oder Band
* Übertragungsverfahren
* den Empfangsrapport
* die eigene SWL-Nummer oder das DE-Kennzeichen
[question:BG105]
<margin>
[photo:347:swl_qsl_beispiel1:Beispiel für die Vorderseite einer SWL-QSL-Karte]
[photo:348:swl_qsl_beispiel2:Beispiel für die Datenseite einer SWL-QSL-Karte]
</margin>
Die Uhrzeit muss korrekt in UTC umgerechnet werden. Nochmal zur Erinnerung: In Deutschland gilt im Winter UTC = MEZ minus 1 Stunde, im Sommer UTC = MESZ minus 2 Stunden.
[question:BG106]
[question:BG107]
[question:BG108]
Für den direkten Postversand können Anschriften in internationalen Rufzeichenlisten, sogenannten Callbooks, oder im Internet gesucht werden.
[question:BG110]
DARC-Mitglieder können QSL-Karten über die QSL-Vermittlung verschicken und empfangen. Ausgehende Karten werden im Ortsverband vorsortiert abgegeben. Eingehende Bestätigungen kommen auf demselben Weg zurück. Das kann bei Auslandskarten mehrere Monate dauern.
Nach DARC- und IARU-Empfehlung hat eine QSL-Karte ungefähr das Format $\qty{9}{\centi\meter}$ mal $\qty{14}{\centi\meter}$ und besteht aus stabilem Karton. Eine übersichtliche, gut lesbare Datenseite ist wichtiger als eine aufwendige Gestaltung.
<tip>
Alle Informationen zu der QSL-Vermittlung des DARC sind auf der Website [https://www.darc.de/qsl](https://www.darc.de/geschaeftsstelle/qsl-buero/) zu finden. Dort gibt es auch Hinweise zur Gestaltung der eigenen QSL-Karte.
[Jetzt Mitglied im DARC werden!](https://50ohm.de/mw)
</tip>
+13
View File
@@ -0,0 +1,13 @@
Eine *Relaisfunkstelle* empfängt ein Signal auf ihrer Eingabefrequenz und sendet es auf einer anderen Ausgabefrequenz wieder aus. Dadurch können Mobil- und Portabelstationen ein größeres Gebiet erreichen.
Als SWL hört man normalerweise die Ausgabefrequenz des Relais. Dort sind alle Stationen der Funkrunde zu hören, sofern sie das Relais erreichen. Die angezeigte Signalstärke beschreibt aber hauptsächlich das Signal des Relais am eigenen Standort und nicht die Feldstärke der gerade sprechenden Gegenstation.
Deshalb wird bei einer Verbindung über eine Relaisfunkstelle üblicherweise nur die Lesbarkeit *R* beurteilt.
[question:BE408]
Relais senden häufig in FM auf dem $\qty{2}{\meter}$- oder $\qty{70}{\centi\meter}$-Band. Zwischen den Durchgängen bleiben kurze Pausen, damit andere Stationen sich melden können. Kennungen oder automatische Ansagen helfen bei der Identifikation.
<tip>
Eine nahe Relaisfunkstelle eignet sich gut für erste Hörübungen: Die Signale sind meist stark, Rufzeichen werden regelmäßig wiederholt und die Gesprächsstruktur ist gut zu verfolgen.
</tip>
+31
View File
@@ -0,0 +1,31 @@
Mit einem *Rapport* beschreibt die empfangende Station die Qualität eines Signals. Im Amateurfunk ist dafür das RST-System üblich:
<margin>
| X: Buchstabe | X: Bedeutung | X: Werte |
| R | Lesbarkeit (Readability) | 1 bis 5 |
| S | Signalstärke (Signal Strength) | 1 bis 9 |
| T | Tonqualität (Tone) | 1 bis 9, nur bei Telegrafie (Morsen) |
[table:swl_rst_bestandteile:Bestandteile des RST-Rapports]
</margin>
[question:BE201]
[question:BE202]
[question:BE203]
Die Lesbarkeit wird subjektiv beurteilt. *R5* bedeutet einwandfrei lesbar, *R1* nicht lesbar. Die Signalstärke wird am S-Meter des Empfängers abgelesen.
<margin>
[photo:123:swl_rst_s_meter:S-Meter eines Transceivers]
</margin>
[question:NF103]
Bei SSB-Telefonie wird kein T-Wert angegeben. Ein einwandfrei lesbares Signal mit *S7* erhält daher den Rapport *57*. Ein Signal mit *S9* und weiteren $\qty{20}{\deci\bel}$ wird als *59 plus 20 dB* angegeben.
[question:BE204]
[question:BE205]
[question:BE206]
[question:BE207]
[question:BE208]
Für einen SWL-Bericht wird der Rapport aus der Sicht der eigenen Empfangsstation eingetragen. Er beschreibt, wie die angeschriebene Station am eigenen Empfänger angekommen ist.
+12 -11
View File
@@ -44,17 +44,6 @@
{"title": "Antennensicherheit und Haftung", "ident": "swl_antennensicherheit", "status": "alpha", "class": "SWL", "video_url": null}
]
},
{
"title": "Sprache auf den Bändern",
"abstract": "Buchstabieralphabet, Betriebsabkürzungen und Q-Gruppen helfen dabei, auch schwache oder fremdsprachige Funkverbindungen sicher zu verstehen.",
"ident": "swl_sprache",
"video_url": null,
"sections": [
{"title": "Internationales Buchstabieralphabet", "ident": "swl_buchstabieralphabet", "status": "alpha", "class": "SWL", "video_url": null},
{"title": "Betriebliche Abkürzungen", "ident": "swl_abkuerzungen", "status": "alpha", "class": "SWL", "video_url": null},
{"title": "Q-Gruppen", "ident": "swl_q_gruppen", "status": "alpha", "class": "SWL", "video_url": null}
]
},
{
"title": "Rufzeichen, Länder und Bänder",
"abstract": "Wir lesen Amateurfunkrufzeichen, ordnen wichtige Landeskenner zu und verbinden Frequenzbereiche mit den gebräuchlichen Bandbezeichnungen.",
@@ -66,6 +55,18 @@
{"title": "Amateurfunkbänder", "ident": "swl_frequenzbereiche", "status": "alpha", "class": "SWL", "video_url": null}
]
},
{
"title": "Sprache auf den Bändern",
"abstract": "Buchstabieralphabet, Betriebsabkürzungen und Q-Gruppen helfen dabei, auch schwache oder fremdsprachige Funkverbindungen sicher zu verstehen.",
"ident": "swl_sprache",
"video_url": null,
"sections": [
{"title": "Internationales Buchstabieralphabet", "ident": "swl_buchstabieralphabet", "status": "alpha", "class": "SWL", "video_url": null},
{"title": "Betriebliche Abkürzungen", "ident": "swl_abkuerzungen", "status": "alpha", "class": "SWL", "video_url": null},
{"title": "Q-Gruppen", "ident": "swl_q_gruppen", "status": "alpha", "class": "SWL", "video_url": null},
{"title": "Das QSO", "ident": "swl_qso", "status": "alpha", "class": "SWL", "video_url": null}
]
},
{
"title": "Praktischer Empfangsbetrieb",
"abstract": "Wir beurteilen Signale, verfolgen besondere Betriebssituationen und dokumentieren gehörte Funkverbindungen im Logbuch und auf SWL-QSL-Karten.",