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Die Phasenverschiebung zwischen Spannung und Strom beträgt $\qty{90}{\degree}$, wobei der Strom (rot) der Spannung (blau) voreilt,
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[picture:943:a_blindleistung_kondensator:Phasenverschiebung am Kondensator zwischen Spannung und Strom]
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Merkhilfe: Beim Kondensat*ooo*r eilt der Strom v*ooo*r!
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Ein Blick in die Formelsammlung genügt:
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$|X_C| = \frac{1}{\omega\cdot C}$
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Der kapazitive Blindwiederstand $X_C$ hängt von der Kreisfrequenz $\omega$ und der Kapazität $C$ ab. Er ist umgekehrt proportional zu beiden Größen, das heißt, je größer die Frequenz oder die Kapazität, desto kleiner ist der Blindwiderstand.
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Zusätzlich ist zu beachten, dass der kapazitive Blindwiderstand $X_C$ eine negative Größe ist, da er eine Phasenverschiebung von $\qty{90}{\degree}$ zwischen Spannung und Strom verursacht, wobei der Strom der Spannung vorauseilt. Daher wird $X_C$ oft mit einem negativen Vorzeichen angegeben, um diese Phasenverschiebung zu verdeutlichen.
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Ein idealer Blindwiderstand (kapazitiver oder induktiver Blindwiderstand) hat keine Wärmeverluste.
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Begründung: Bei einem reinen Blindwiderstand sind Strom und Spannung um $\qty{90}{\degree}$ phasenverschoben. Dadurch ist die momentane Leistung abwechselnd positiv und negativ, und der Mittelwert über eine Periode ist null. Es wird also keine Wirkleistung umgesetzt und folglich keine Wärme erzeugt.
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[picture:943:a_blindleistung_kondensator:Phasenverschiebung am Kondensator zwischen Spannung und Strom]
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Die richtige Antwort ist daher: *Der Blindwiderstand*
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Bei der Berechnungen von $X_C$ müssen immer die Zehnerpotenzen beachtet werden. Die Berechnungsformel lautet:
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$X_C = \frac{1}{\omega \cdot C} = \frac{1}{{2\pi \cdot f \cdot C}}$
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Folgende Werte müssen eingesetzt werden: $C = \qty{10}{\pico\farad} = \qty{10e-12}{\farad}$ und $f = \qty{100}{\mega\hertz} = \qty{100e6}{\hertz}$
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So könnte eine schrittweise Berechnung mit diesen Werten aussehen, wenn wir der Einfachheit halber für $2\pi$ den Wert $\num{6,28}$ einsetzen:
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$\begin{split} 6,28 \cdot 10 \cdot 100 &= 6280 \\ 10^{-12} \cdot 10^6 &= 10^{-6} \\ \num{6280} \cdot 10^{-6} &= \num{0,00628} \\ 1/\num{0,00628} &= \num{159} \end{split}$
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* gegeben: $C = \qty{50}{\pico\farad}$
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* gegeben: $f = \qty{145}{\mega\hertz}$
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* gesucht: $X_{\textrm{C}}$
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$\begin{split} X_{\textrm{C}} &= \frac{1}{\omega \cdot C} = \frac{1}{2\pi \cdot f \cdot C}\\ &= \frac{1}{2\pi \cdot \qty{145}{\mega\hertz} \cdot \qty{50}{\pico\farad}}\\ &\approx \qty{22}{\ohm} \end{split}$
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@@ -0,0 +1,5 @@
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* gegeben: $C = \qty{100}{\pico\farad}$
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* gegeben: $f = \qty{100}{\mega\hertz}$
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* gesucht: $X_{\textrm{C}}$
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$\begin{split} X_{\textrm{C}} &= \frac{1}{\omega \cdot C} = \frac{1}{2\pi \cdot f \cdot C}\\ &= \frac{1}{2\pi \cdot \qty{100}{\mega\hertz} \cdot \qty{100}{\pico\farad}}\\ &\approx \qty{15,9}{\ohm} \end{split}$
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@@ -0,0 +1,5 @@
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* gegeben: $C = \qty{100}{\pico\farad}$
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* gegeben: $f = \qty{435}{\mega\hertz}$
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* gesucht: $X_{\textrm{C}}$
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$\begin{split} X_{\textrm{C}} &= \frac{1}{\omega \cdot C} = \frac{1}{2\pi \cdot f \cdot C}\\ &= \frac{1}{2\pi \cdot \qty{435}{\mega\hertz} \cdot \qty{100}{\pico\farad}}\\ &\approx \qty{3,7}{\ohm} \end{split}$
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Bei der Frage AC108 muss die Kapazität aus dem kapazitiven Blindwiderstand $X_C$ und der Frequenz berechnet werden:
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* Zuerst wird $X_C$ berechnet:
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$X_C = \frac{U}{I} = \frac{\qty{16}{\volt}}{\qty{32}{\milli\ampere}} = \qty{500}{\ohm}$
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* Danach wird die Formel für $X_C$ aus der Formelsammlung nach $C$ umgestellt und die Werte eingesetzt:
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$C = \frac{1}{2\pi \cdot f \cdot X_C} = \frac{1}{6,28 \cdot \qty{50}{\hertz} \cdot \qty{500}{\ohm}} \approx 6,37\cdot \qty{10^{-6}}{\farad} = \qty{6,37}{\micro\farad}$
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* Im Ergebnis taucht die Zehnerpotenz $10^{-6}$ auf, die in eine Vorsilbe umgewandelt werden muss.
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[picture:1065:a_ersatzchaltbild_kondensator:Ersatzschaltbild eines realen Kondensators mit parasitären Verlusten.]
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Die Verluste kommen durch Verluste im Dielektrikum (Isolator) $R_\mathrm{Isolator}$ und in der Zuleitung $R_\mathrm{ESR}$ zustande.
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Zur Bewertung der Verluste eines Kondensators verwendet man die Güte $Q$ (Quality Factor) sowie den Verlustfaktor $\tan\delta$. Beide Größen beschreiben, wie stark ein realer Kondensator vom idealen Verhalten abweicht.
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$Q = \frac{1}{\tan\delta}$
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Gegeben ist ein Kondensator, an dem ein sinusförmiges Wechselstromsignal anliegt. Im eingeschwungenen Zustand nimmt ein idealer Kondensator jedoch keine Wirkleistung auf, da Strom und Spannung um $\qty{90}{\degree}$ phasenverschoben sind.
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Die Energie wird nur periodisch im elektrischen Feld des Kondensators gespeichert und anschließend wieder an die Quelle zurückgegeben. Der Mittelwert der Leistung über eine ganze Periode ist daher null.
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Da ein realer Kondensator immer parasitäre Verluste (z.B. in form von Widerständen) aufweist, wird eine kleine Wirkleistung aufgenommen. Die aufgenommene Wirkleistung beträgt also näherungsweise $P = \qty{0}{\watt}$
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