refactor: transistor 2
This commit is contained in:
@@ -0,0 +1,3 @@
|
||||
Ein bipolarer Transistor benötigt einen Basisstrom, damit ein größerer Strom zwischen Kollektor und Emitter fließen kann. Deshalb bezeichnet man ihn als stromgesteuertes Bauelement.
|
||||
|
||||
Feldeffekttransistoren (FETs) dagegen gelten als spannungs- beziehungsweise feldgesteuert.
|
||||
@@ -0,0 +1,3 @@
|
||||
Ein NPN-Transistor besteht aus zwei n-dotierten Bereichen und einem p-dotierten Bereich dazwischen. Der p-dotierte Bereich bildet die dünne Steuerschicht des Transistors. Dieser p-dotierte Bereich ist mit dem Basisanschluss verbunden.
|
||||
|
||||
[picture:1071:a_npn_transistor:NPN-Transistor]
|
||||
@@ -0,0 +1,5 @@
|
||||
Ein PNP-Transistor besteht aus zwei p-dotierten Bereichen und einem n-dotierten Bereich dazwischen. Der n-dotierte Bereich bildet die dünne Steuerschicht des Transistors.
|
||||
|
||||
Dieser n-dotierte Bereich ist mit dem Basisanschluss verbunden.
|
||||
|
||||
Es empfiehl sich z. B. den NPN-Transistor zu merken. Bei PNP ist dann alles umgekehrt.
|
||||
@@ -0,0 +1 @@
|
||||
Damit ein bipolarer Transistor leitet, muss der Basis-Emitter-Übergang wie eine normale Diode in Durchlassrichtung betrieben werden. Dadurch kann ein Basisstrom fließen, der den Transistor einschaltet.
|
||||
@@ -0,0 +1,29 @@
|
||||
Zuerst wird der benötigte Basisstrom berechnet:
|
||||
|
||||
$ I_B = \frac{I_C}{B} $
|
||||
|
||||
mit
|
||||
|
||||
$ I_C = \qty{5}{\milli\ampere} $
|
||||
|
||||
und
|
||||
|
||||
$ B = 298 $
|
||||
|
||||
also:
|
||||
|
||||
$ I_B = \frac{\qty{5}{\milli\ampere}}{298} \approx \qty{16,8}{\micro\ampere} $
|
||||
|
||||
Am Widerstand $R_1$ fallen nicht die gesamten $\qty{12}{\volt}$ ab, sondern wegen der Basis-Emitter-Spannung nur:
|
||||
|
||||
$ U_{R_1} = \qty{12}{\volt}~-~\qty{0,6}{\volt} = \qty{11,4}{\volt} $
|
||||
|
||||
Nun mit dem Ohmschen Gesetz:
|
||||
|
||||
$ R_1 = \frac{U_{R_1}}{I_B} $
|
||||
|
||||
$ R_1 = \frac{\qty{11,4}{\volt}}{\qty{16,8}{\micro\ampere}} \approx \qty{679000}{\ohm} $
|
||||
|
||||
also ungefähr:
|
||||
|
||||
$ R_1 \approx \qty{680}{\kilo\ohm} $
|
||||
@@ -0,0 +1,5 @@
|
||||
Bei einem Basisspannungsteiler soll der Strom durch $R_2$ deutlich größer als der Basisstrom $I_B$ sein, typischerweise etwa um den Faktor 10.
|
||||
|
||||
Dadurch belastet der Basisstrom den Spannungsteiler nur wenig und die Basisspannung bleibt nahezu konstant. Der Arbeitspunkt des Transistors verändert sich dadurch deutlich weniger bei Änderungen der Stromverstärkung $B$ oder der Temperatur. So arbeitet die Verstärkerschaltung stabiler.
|
||||
|
||||
|
||||
@@ -0,0 +1,26 @@
|
||||
Zuerst wird der Basisstrom berechnet:
|
||||
|
||||
$ I_B = \frac{I_C}{B} = \frac{\qty{2}{\milli\ampere}}{200} = \qty{10}{\micro\ampere} $
|
||||
|
||||
Durch $R_2$ soll der zehnfache Basisstrom fließen:
|
||||
|
||||
$ I_2 = 10 \cdot I_B = \qty{100}{\micro\ampere} $
|
||||
|
||||
Der Strom durch $R_1$ ist somit:
|
||||
|
||||
$ I_1 = I_2 + I_B = \qty{110}{\micro\ampere} $
|
||||
|
||||
Am Emitterwiderstand fallen $\qty{1}{\volt}$ ab.
|
||||
Zusätzlich benötigt der Basis-Emitter-Übergang etwa $\qty{0,6}{\volt}$.
|
||||
|
||||
Damit liegt die Basisspannung bei:
|
||||
|
||||
$ U_B = \qty{1}{\volt} + \qty{0,6}{\volt} = \qty{1,6}{\volt} $
|
||||
|
||||
Die Spannung über $R_1$ beträgt daher:
|
||||
|
||||
$ U_1 = \qty{10}{\volt} - \qty{1,6}{\volt} = \qty{8,4}{\volt} $
|
||||
|
||||
Nun folgt mit dem Ohmschen Gesetz:
|
||||
|
||||
$ R_1 = \frac{U_{R_1}}{I_{R_1}} = \frac{\qty{8,4}{\volt}}{\qty{110}{\micro\ampere}} \approx \qty{76,4}{\kilo\ohm} $
|
||||
@@ -0,0 +1,19 @@
|
||||
Zunächst berechnen wir den benötigten Basisstrom:
|
||||
|
||||
$I_B = \frac{I_C}{B} = \frac{\qty{2}{\milli\ampere}}{200} = \qty{10}{\micro\ampere}$
|
||||
|
||||
Durch den Querwiderstand $R_2$ soll der zehnfache Basisstrom fließen:
|
||||
|
||||
$I_2 = 10 \cdot I_B = \qty{100}{\micro\ampere}$
|
||||
|
||||
Der Strom durch $R_1$ setzt sich aus dem Strom durch $R_2$ und dem Basisstrom zusammen:
|
||||
|
||||
$I_1 = I_2 + I_B = \qty{100}{\micro\ampere} + \qty{10}{\micro\ampere} = \qty{110}{\micro\ampere}$
|
||||
|
||||
An $R_1$ fällt die Betriebsspannung abzüglich der Basis-Emitter-Spannung ab:
|
||||
|
||||
$U_1 = \qty{10}{\volt} - \qty{0,6}{\volt} = \qty{9,4}{\volt}$
|
||||
|
||||
Damit ergibt sich:
|
||||
|
||||
$R_1 = \frac{U_1}{I_1} = \frac{\qty{9,4}{\volt}}{\qty{110}{\micro\ampere}} \approx \qty{85,5}{\kilo\ohm}$
|
||||
@@ -0,0 +1,5 @@
|
||||
Wenn $R_1$ durch eine fehlerhafte Lötstelle keinen Kontakt mehr hat, wird die Basis nicht mehr über den Spannungsteiler mit einer positiven Vorspannung versorgt.
|
||||
|
||||
Über $R_2$ liegt die Basis dann praktisch auf Massepotenzial. Dadurch ist die Basis-Emitter-Spannung zu klein, es fließt kein Basisstrom und der Transistor sperrt.
|
||||
|
||||
Damit fließt auch kein Kollektorstrom mehr. An $R_C$ fällt keine Spannung ab, sodass die Kollektorspannung auf die Betriebsspannung ansteigt.
|
||||
@@ -0,0 +1,5 @@
|
||||
Wenn $R_2$ durch eine fehlerhafte Lötstelle keinen Kontakt mehr hat, fehlt der untere Teil des Basisspannungsteilers. Die Basis wird dann über $R_1$ nahezu auf die positive Betriebsspannung gezogen.
|
||||
|
||||
Dadurch steigt die Basis-Emitter-Spannung stark an, und der Transistor wird vollständig durchgesteuert. Der Kollektorstrom wird dann im Wesentlichen nur noch durch den Kollektorwiderstand $R_C$ begrenzt.
|
||||
|
||||
Im durchgesteuerten Zustand fällt die Kollektorspannung auf einen sehr kleinen Wert ab, typischerweise etwa $\qty{0,1}{\volt}$.
|
||||
@@ -0,0 +1,9 @@
|
||||
Die Gate-Spannung wird durch den Spannungsteiler aus $R_1$ und $R_2$ bestimmt.
|
||||
|
||||
Da das Gate eines FET keinen Strom aufnimmt, gilt:
|
||||
|
||||
$ U_\mathrm{GS} = U_B \cdot \frac{R_2}{R_1 + R_2} $
|
||||
|
||||
Einsetzen der Werte:
|
||||
|
||||
$ U_\mathrm{GS} = \qty{44}{\volt} \cdot \frac{\qty{1}{\kilo\ohm}}{\qty{10}{\kilo\ohm} + \qty{1}{\kilo\ohm}} = \qty{44}{\volt} \cdot \frac{1}{11} = \qty{4}{\volt} $
|
||||
@@ -0,0 +1,31 @@
|
||||
Gesucht ist der Widerstand $R_2$ für eine Gate-Source-Spannung von:
|
||||
|
||||
$ U_\mathrm{GS} = \qty{2,8}{\volt} $
|
||||
|
||||
Da die Source direkt mit Masse verbunden ist, gilt:
|
||||
|
||||
$ U_\mathrm{G} = U_\mathrm{GS} $
|
||||
|
||||
Der Spannungsteiler aus $R_1$ und $R_2$ liefert:
|
||||
|
||||
$ U_\mathrm{GS} = U_\mathrm{B} \cdot \frac{R_2}{R_1 + R_2} $
|
||||
|
||||
Werte einsetzen:
|
||||
|
||||
$ \qty{2,8}{\volt} = \qty{44}{\volt} \cdot \frac{R_2}{\qty{10\,000}{\ohm} + R_2} $
|
||||
|
||||
Beide Seiten mit $\qty{10\,000}{\ohm} + R_2$ multiplizieren:
|
||||
|
||||
$ \qty{2,8}{\volt} \cdot \left( \qty{10\,000}{\ohm} + R_2 \right) = \qty{44}{\volt} \cdot R_2 $
|
||||
|
||||
Ausmultiplizieren:
|
||||
|
||||
$ \qty{28\,000}{} + 2,8 \cdot R_2 = 44 \cdot R_2 $
|
||||
|
||||
Nach $R_2$ umstellen:
|
||||
|
||||
$ \qty{28\,000}{} = 41,2 \cdot R_2 $
|
||||
|
||||
$ R_2 = \frac{28\,000}{41,2} $
|
||||
|
||||
$ R_2 \approx \qty{680}{\ohm} $
|
||||
@@ -0,0 +1,13 @@
|
||||
Gesucht ist die Verlustleistung des MOSFET.
|
||||
|
||||
Für die Leitungsverluste gilt:
|
||||
|
||||
$ P = I^2 \cdot R $
|
||||
|
||||
Werte einsetzen:
|
||||
|
||||
$ P = \left( \qty{25}{\ampere} \right)^2 \cdot \qty{4}{\milli\ohm} $
|
||||
|
||||
$ P = 625 \cdot \qty{0,004}{\ohm} $
|
||||
|
||||
$ P = \qty{2,5}{\watt} $
|
||||
Reference in New Issue
Block a user