Im Freiraum (Vakuum) und auch näherungsweise in der Luft lassen sich Wellenlänge ($\lambda$) und Frequenz ($f$), wie wir gelernt haben, mittels der Vakuumlichtgeschwindigkeit ($c$) ineinander umrechnen: $\lambda = \dfrac{c}{f}$ Bei Leitungen, einschließlich Antennendrähten, auf denen sich Wellen ausbilden, kann man nicht die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum ansetzen, sondern benötigt einen Korrekturfaktor, den sogenannten Verkürzungsfaktor $k_\mathrm{v}$, der oft in der Größenordnung von $\qty{95}{\percent}$, also $\num{0,95}$ liegt. Dieser gibt an, wieviel langsamer die Ausbreitung *entlang einer bestimmten Leitung* im Vergleich zum Freiraum stattfindet, und wird mit der Vakuumlichtgeschwindigkeit multipliziert: $\lambda_\mathrm{Leitung} = k_\mathrm{v} \cdot \dfrac{c}{f}$ Der Verkürzungsfaktor ist also das Verhältnis der Ausbreitungsgeschwindigkeit entlang einer Leitung zur Ausbreitungsgeschwindigkeit im Vakuum. [question:EG201] --- Der Korrekturfaktor hängt unter anderem vom Drahtdurchmesser, der Drahtisolierung (Dielektrikum) und Umgebungseinflüssen ab. Wie wir später sehen werden spielt für den Verkürzungsfaktor eines *Koaxialkabels* nur das verwendete Dielektrikum eine Rolle und die sonstige Geometrie des Kabels (z. B. Durchmesser) kann vernachlässigt werden. Da der Korrekturfaktor oftmals ca. $\num{0,95}$ (also $\qty{95}{\percent}$) beträgt, sind Antennen oft um etwa $\qty{5}{\percent}$ zu kürzen, damit sie resonant werden. [question:EG202]