diff --git a/contents/drawings/1107.svg b/contents/drawings/1107.svg
new file mode 100644
index 0000000..a16180b
--- /dev/null
+++ b/contents/drawings/1107.svg
@@ -0,0 +1,80 @@
+
+
diff --git a/contents/drawings/1107.tex b/contents/drawings/1107.tex
new file mode 100644
index 0000000..c877d65
--- /dev/null
+++ b/contents/drawings/1107.tex
@@ -0,0 +1,57 @@
+% Author: Dr. Matthias Jung, DL9MJ
+% Year: 2026
+\begin{tikzpicture}
+ \draw[ultra thick] (0,+0) -- ++(8,0) coordinate(e1);
+ \draw[ultra thick] (0,-2) -- ++(8,0) coordinate(e2);
+ \draw(e1) to [european resistor, l_=$R_\mathrm{L}$, *-*] (e2);
+
+ \draw(0,0) to [sinusoidal current source, *-*] ++(0,-2);
+
+ % Current Bottom:
+ \draw[DARCred] (0,-2)
+ sin ++(+1,+0.5) coordinate(t1)
+ cos ++(+1,-0.5)
+ sin ++(+1,-0.5)
+ cos ++(+1,+0.5)
+ sin ++(+1,+0.5)
+ cos ++(+1,-0.5)
+ sin ++(+1,-0.5)
+ cos ++(+1,+0.5);
+
+ % Voltage Bottom:
+ \draw[DARCblue] (0,-2)
+ sin ++(+1,+0.75)
+ cos ++(+1,-0.75)
+ sin ++(+1,-0.75)
+ cos ++(+1,+0.75)
+ sin ++(+1,+0.75) coordinate(t2)
+ cos ++(+1,-0.75)
+ sin ++(+1,-0.75)
+ cos ++(+1,+0.75);
+
+ % Current Top:
+ \draw[DARCred] (0,+0)
+ sin ++(+1,-0.5)
+ cos ++(+1,+0.5)
+ sin ++(+1,+0.5)
+ cos ++(+1,-0.5)
+ sin ++(+1,-0.5)
+ cos ++(+1,+0.5)
+ sin ++(+1,+0.5)
+ cos ++(+1,-0.5);
+
+ % Voltage Top:
+ \draw[DARCblue] (0,+0)
+ sin ++(+1,-0.75)
+ cos ++(+1,+0.75)
+ sin ++(+1,+0.75)
+ cos ++(+1,-0.75)
+ sin ++(+1,-0.75)
+ cos ++(+1,+0.75)
+ sin ++(+1,+0.75)
+ cos ++(+1,-0.75);
+
+ \draw[DARCred](t1) -- ++(0.5,0.5) node[right] {$I$};
+ \draw[DARCblue](t2) -- ++(0.5,0.5) node[right] {$U$};
+
+\end{tikzpicture}
\ No newline at end of file
diff --git a/contents/sections/uebertragungsleitungen_3.md b/contents/sections/uebertragungsleitungen_3.md
index 59dcc7a..2e75127 100644
--- a/contents/sections/uebertragungsleitungen_3.md
+++ b/contents/sections/uebertragungsleitungen_3.md
@@ -1,12 +1,30 @@
-Zweidrahtleitungen verhalten sich, sofern diese symmetrisch gespeist und belastet werden, auch in Hinblick auf ihre Strom- und Spannungsverteilung symmetrisch. D. h. an einer bestimmten Stelle sind Strom und Spannung eines des beiden Leiter genauso groß wie im anderen Leiter – nur mit umgekehrtem Vorzeichen.
+In der Klasse E haben wir bereits die Paralleldraht-Speiseleitung, auch Hühnerleiter genannt, kennengelernt (vgl. Abbildung [ref:a_huenerleiter]). Diese besteht aus zwei parallel verlaufenden Leitern. Zweidrahtleitungen verhalten sich, sofern sie symmetrisch gespeist und belastet werden, auch hinsichtlich ihrer Strom- und Spannungsverteilung symmetrisch. Das bedeutet, dass Strom und Spannung an einer bestimmten Stelle auf beiden Leitern jeweils den gleichen Betrag, aber entgegengesetzte Vorzeichen besitzen, wie in Abbildung [ref:a_zweidrahtleitung] dargestellt.
+
+
+[photo:324:a_huenerleiter:Hühnerleiter, auch als Zweidrahtleitung bezeichnet]
+
+
+Die Ströme auf den beiden Leitern fließen damit zu jedem Zeitpunkt in entgegengesetzte Richtungen. Man spricht von *Gegentaktströmen*. Die von den beiden Leitern erzeugten elektromagnetischen Felder wirken dadurch in größerer Entfernung weitgehend gegeneinander und heben sich zum großen Teil auf. Eine symmetrisch betriebene Zweidrahtleitung strahlt daher nur wenig ab.
+
+
+[picture:1107:a_zweidrahtleitung:Strom- und Spannungsverteilung an einer Zweidrahtleitung]
+
+
+Ist die Speiseleitung dagegen nicht vollständig symmetrisch, können zusätzlich *Gleichtaktströme* auftreten. Dabei fließt ein Teil des Stroms auf beiden Leitern in die gleiche Richtung. Die von diesen Strömen erzeugten Felder heben sich nicht gegenseitig auf. Die Speiseleitung kann dann selbst wie eine Antenne wirken und Hochfrequenzenergie abstrahlen. Solche Gleichtaktanteile können beispielsweise entstehen, wenn ein Dipol nicht exakt symmetrisch aufgebaut ist, eine unsymmetrische Antenne oder Last angeschlossen wird oder der Übergang zwischen einer symmetrischen Antenne und einer unsymmetrischen Speiseleitung nicht durch einen geeigneten Balun beziehungsweise eine Mantelwellensperre entkoppelt wird.
[question:AG312]
-Obwohl sich die gegenphasigen Ströme aus der Ferne betrachtet weitgehend aufheben, kommt es selbst im Freiraum zu einer geringfügigen Abstrahlung. Befinden sich gar andere Leitungen im Nahfeld einer Zweidrahtleitung ist die Kopplung noch stärker. Aus diesem Grunde sollten im Haus verlegte Speiseleitungen grundsätzlich geschirmt sein. In der Regel kommen hier Koaxialkabel zum Einsatz.
+Besonders im Nahfeld anderer Leitungen oder elektrischer Geräte kann zudem eine stärkere elektromagnetische Kopplung auftreten. Deshalb werden Speiseleitungen innerhalb von Gebäuden üblicherweise geschirmt ausgeführt, beispielsweise als Koaxialkabel. Bei einem Koaxialkabel befinden sich die elektromagnetischen Felder des Gegentakts weitgehend zwischen Innenleiter und Schirm. Dadurch werden sowohl die Abstrahlung der Speiseleitung als auch die Einkopplung äußerer Störungen reduziert.
[question:AG301]
-Koaxialkabel gibt es in verschiedensten Ausführungen. In der folgenden Frage werden die *Hochfrequenzeigenschaften* von Koaxialkabeln, also deren elektrischen Eigenschaften hinsichtlich hoher Frequenzen betrachtet. Dies sind im Wesentlichen der Wellenwiderstand, die Kabeldämpfung und der Verkürzungsfaktor, den wir gleich näher betrachten. Der Biegeradius hingegen ist eine mechanische Eigenschaft, die angibt, wie eng das Kabel in einer Kurve verlegt werden darf. Die Rückflussdämpfung gibt an, wieviele Reflexionen vorhanden sind, was von der an einer Leitung angeschlossenen Last abhängt und somit keine Kabeleigenschaft ist.
+Als geschirmtes Kabel bietet sich das Koaxialkabel an, welches wir auch in der Klasse E bereits kennengelernt haben. Koaxialkabel gibt es in verschiedensten Ausführungen. In der folgenden Frage werden die *Hochfrequenzeigenschaften* von Koaxialkabeln, also deren elektrischen Eigenschaften hinsichtlich hoher Frequenzen betrachtet. Dies sind im Wesentlichen:
+
+* der Wellenwiderstand,
+* die Kabeldämpfung und der
+* Verkürzungsfaktor,
+
+den wir gleich näher betrachten. Der Biegeradius hingegen ist eine mechanische Eigenschaft, die angibt, wie eng das Kabel in einer Kurve verlegt werden darf. Die Rückflussdämpfung gibt an, wieviele Reflexionen vorhanden sind, was von der an einer Leitung angeschlossenen Last abhängt und somit keine Kabeleigenschaft ist.
[question:AG303]